Po­li­ti­ker wür­di­gen die Ar­beit von Mar­tin Roth

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

BERLIN (kna) Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters (CDU) hat den frü­he­ren Di­rek­tor des Vic­to­ria and Al­bert Mu­se­um, Mar­tin Roth, als „ei­ne der mar­kan­tes­ten und auch streit­bars­ten Per­sön­lich­kei­ten“der deut­schen und in­ter­na­tio­na­len Mu­se­ums­welt ge­wür­digt. „Sei­ne Rol­le in der Kul­tur ver­stand Mar­tin Roth im­mer auch als po­li­ti­sche In­ter­ven­ti­on.“Roth war am Sonn­tag im Al­ter von 62 Jah­ren in Berlin ge­stor­ben. Au­ßen­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (SPD) be­zeich­ne­te Roth als „ei­nen der bes­ten und ein­fluss­reichs­ten Mu­se­ums­lei­ter der Welt“. Der Stutt­gar­ter Roth hat­te in Tü­bin­gen stu­diert und pro­mo­viert. Er ar­bei­te­te in Pa­ris, war Di­rek­tor des Deut­schen Hy­gie­ne-Mu­se­ums in Dres­den und 2000 für die The­men­aus­stel­lun­gen auf der Ex­po in Hannover ver­ant­wort­lich, be­vor er Di­rek­tor der staat­li­chen Kunst­samm­lung in Dres­den und dann Chef des Vic­to­ria and Al­bert Mu­se­um in Lon­don wur­de. Des­sen Di­rek­to­ren­pos­ten gab er 2016 we­gen des Br­ex­it auf. Als Di­rek­tor ei­nes Na­tio­nal­mu­se­ums hü­te man nicht nur ei­nen ma­te­ri­el­len Schatz, so Roth, son­dern auch „ei­ne mo­ra­li­sche Ho­heit, die durch ei­ne auf­klä­re­ri­sche Idee ent­steht, die hin­ter die­sen Samm­lun­gen steht“, er­klär­te Roth bei sei­nem Rück­tritt.

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