Ab­schie­bun­gen nach Af­gha­nis­tan sol­len wei­ter­ge­hen

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - POLITIK -

BERLIN (may-) Die Bun­des­re­gie­rung sieht auch nach dem ver­hee­ren­den Bom­ben­an­schlag in Ka­bul von En­de Mai mit rund 150 To­ten kei­nen Grund, von ih­rer ur­sprüng­li­chen Ein­schät­zung ab­zu­wei­chen, dass Ab­schie­bun­gen nach Af­gha­nis­tan je nach in­di­vi­du­el­lem Fall durch­aus mög­lich sind. Zu die­sem Schluss kommt ein an die für Rück­füh­run­gen zu­stän­di­gen Bun­des­län­der ver­schick­ter ver­trau­li­cher Be­richt, in dem Au­ßen­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (SPD) und In­nen­mi­nis­ter Thomas de Mai­ziè­re (CDU) den Län­dern er­läu­tern, dass Ab­schie­bun­gen durch­ge­führt wer­den kön­nen. Die­se sol­len zu­nächst je­doch kei­ne Sam­mel­trans­por­te um­fas­sen, son­dern vor al­lem ein­zel­ne Per­so­nen be­tref­fen, die ent­we­der Straf­tä­ter oder Ge­fähr­der sind oder schuld­haft und hart­nä­ckig nicht an ih­rer Iden­ti­täts­fest­stel­lung mit­wir­ken. Rund 5000 Af­gha­nen sind der­zeit aus­rei­se­pflich­tig oh­ne Dul­dungs­sta­tus.

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