„Die Ver­ei­ne müs­sen mehr ko­ope­rie­ren“

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT LOKAL -

Der Vor­sit­zen­de des Fuß­ball­aus­schus­ses im Kreis Mön­chen­glad­bach/Vier­sen spricht über Li­gen, Chan­cen und zu­künf­ti­ge We­ge der Klubs.

Lan­ge­wei­le ver­sucht Tho­mas Klin­gen aus dem Weg zu ge­hen. Da­her ist der 47-Jäh­ri­ge eher ein sehr um­trie­bi­ger Mensch, der vie­le In­ter­es­sens­be­rei­che hat, vor al­lem aber den Sport in fast al­len Va­ria­tio­nen liebt. Wenn er dann noch Zeit hat, geht er ger­ne auf Rei­sen. Aber all­zu viel Zeit las­sen ihm sei­ne viel­fäl­ti­gen Ver­pflich­tun­gen nicht mehr. Beim Re­gio­nal­li­gis­ten FC Weg­bergBeeck ist er Ge­schäfts­füh­rer. Im Fuß­ball­ver­band Nie­der­rhein und beim West­deut­schen Fuß­ball­ver­band ist er je­weils als Bei­sit­zer im Ver­bands­fuß­ball­aus­schuss tä­tig. Im Fuß­ball­kreis Mön­chen­glad­bach/ Vier­sen ist er Vor­sit­zen­der des Fuß­ball­aus­schus­ses. Er­fah­run­gen hat er als Schieds­rich­ter und Trai­ner ge­sam­melt. Der pen­sio­nier­te Po­li­zei­be­am­te war frü­her recht gut zu Fuß, jetzt wid­met er sich dem Funk­tio­närs­we­sen. Die­ses Jahr ist er Staf­fel­lei­ter der Be­zirks­li­ga, Grup­pe 4. Sie ha­ben vor Kur­zem mit Ih­ren Kol­le­gen die Grup­pen­ein­tei­lun­gen für die Lan­des- und Be­zirks­li­gen vor­ge­nom­men. Sind Sie mit dem Re­sul­tat zu­frie­den? KLIN­GEN De­fi­ni­tiv. Ich den­ke, dass wir al­le Krei­se im Verband zu­frie­den­ge­stellt ha­ben. Bei den Be­zirks­li­gis­ten blie­ben zehn Krei­se je­weils in ei­ner Grup­pe, nur bei drei Krei­sen muss­ten wir Teams in ver­schie­de­nen Grup­pen un­ter­brin­gen. Bei den Lan­des­li­gis­ten blie­ben die Mann­schaf­ten je­des Krei­ses auch in ei­ner Grup­pe. Es gab nur Rück­mel­dun­gen, weil wir bei­de Mann­schaf­ten des TSV Meer­busch in ei­ner Grup­pe be­las­sen ha­ben. Dann wä­ren aber die Grup­pen­zu­sam­men­set­zun­gen un­güns­ti­ger, die Fahr­we­ge län­ger und die Kos­ten für die Ver­ei­ne grö­ßer ge­wor­den. Das ver­eins­in­ter­ne Spiel der Meer­bu­scher fin­det am ers­ten oder zwei­ten Spiel­tag der Hin- und Rück­run­de statt. Wel­che Chan­cen räu­men Sie den Ver­ei­nen des Krei­ses ein? KLIN­GEN Ich freue mich, wenn Oden­kir­chen, der 1. FC Mön­chen­glad­bach, Süch­teln und der 1. FC Vier­sen sou­ve­rän durch die Lan­des­li­ga-Sai­son kom­men. Ent­spre­chend bin ich bei den Be­zirks­li­gis­ten zu­frie­den, wenn auch sie die Klas­se hal­ten. Viel­leicht ist der ei­ne oder an­de­re Klub so­gar für ei­ne Über­ra­schung gut. Für al­le fünf wird es auf ei­nen gu­ten Start an­kom­men. Sie ha­ben als Staf­fel­lei­ter für sehr viel Fle­xi­bi­li­tät bei den Spiel­ter­mi­nen ge­sorgt. Wird das An­ge­bot, die Spie­le zwi­schen Frei­tag und Sonn­tag aus­zu­tra­gen, ge­nutzt? KLIN­GEN Ich muss zu­erst ein­mal kor­ri­gie­ren, dass ich die­ses Sys­tem vom Baye­ri­schen Fuß­ball­ver­band ab­ge­kup­fert ha­be. Es ist aber be­reits in der vo­ri­gen Sai­son gut an­ge­nom­men wor­den. Ich ha­be kei­ne Kla­gen ge­hört und wür­de mich freu­en, wenn es noch in­ten­si­ver ge­nutzt wür­de. Auch an­de­re Krei­se ha­ben das Sys­tem über­nom­men. Un­se­re Klubs kön­nen da­durch den Bo­rus­sen-Ter­mi­nen ge­schickt aus­wei­chen. Das ver­spricht mehr Zu­schau­er und nicht zu­letzt auch bes­se­re Ein­nah­men. Was müs­sen die Klubs drin­gend op­ti­mie­ren? KLIN­GEN Es muss mehr ko­ope­riert wer­den. Lang­fris­tig wer­den sich nicht al­le Klubs hal­ten kön­nen. Das wer­den wir in den kom­men­den Jah­ren noch häu­fi­ger er­le­ben. Es ist dann bes­ser, wenn sich die Ver­ei­ne früh­zei­tig selbst auf den Weg ma­chen, um Lö­sun­gen zu fin­den, die in bei­der­sei­ti­gem In­ter­es­se sind. Das kann sich bei­spiels­wei­se auf Platz­nut­zun­gen be­zie­hen oder auf ei­ne Ko­ope­ra­ti­on im Ju­gend­be­reich. Wir wer­den wahr­schein­lich auch im Funk­tio­närs­be­reich kei­ne freie Aus­wahl mehr ha­ben. Der SV Dohr, den es schon nicht mehr gibt, war ein ers­tes Warn­zei­chen. Fuß­ball muss sich künf­tig auch in die­sem Be­reich be­we­gen.

Tho­mas Klin­gen Wer­den Sie wie­der – wie im Vor­jahr – die Lan­des­li­ga und die Be­zirks­li­ga als Staf­fel­lei­ter über­neh­men? KLIN­GEN Ich wer­de die Be­zirks­li­ga, Grup­pe 4, über­neh­men. Da­zu wie in je­dem Jahr die Kreis­li­ga A. Mehr ist we­gen mei­ner wei­te­ren Auf­ga­ben mo­men­tan nicht mög­lich. Was müs­sen die Ver­ei­ne in der kom­men­den Sai­son be­son­ders be­ach­ten? KLIN­GEN Zwei Din­ge sind für mich sehr wich­tig. Über Sperr­stra­fen, die ich aus­ge­spro­chen ha­be, dis­ku­tie­re ich nicht mehr. Ich darf ab die­ser Sai­son mit den Be­tei­lig­ten te­le­fo­nie­ren, kann Bild- und Ton­se­quen­zen ein­be­zie­hen, und da ich vie­le Spie­le be­su­che, ha­be ich auch ab und zu selbst Ein­bli­cke. Zu­dem las­se ich es nicht zu, dass Spie­le über den fest­ge­setz­ten Ter­min hin­aus nach hin­ten ver­scho­ben wer­den.

„Über Sper­ren, die ich aus­ge­spro­chen­ha­be, dis­ku­tie­re ich nicht mehr“

Funk­tio­när

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