Schluss­ver­kauf: Ein Out­fit für un­ter 40 Eu­ro

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON FEE GRU­PE

Der Som­mer­schluss­ver­kauf neigt sich dem En­de zu. Die Ge­schäf­te wer­ben mit Ra­bat­ten. Doch wie güns­tig kommt man wirk­lich weg? Und wie groß ist die Aus­wahl in den Lä­den?

An die­sem Wo­che­n­en­de en­det theo­re­tisch der Som­mer­schluss­ver­kauf. Noch steht „Sa­le“in den Schau­fens­tern der Ge­schäf­te in der Mön­chen­glad­ba­cher In­nen­stadt, über­all sieht man Schil­der mit Pro­zent­zei­chen. Ab der kom­men­den Wo­che könn­te das an­ders sein. Ge­setz­lich ge­re­gelt ist das En­de der Ra­batt­schlacht som­mers wie win­ters zwar nicht mehr, den­noch hal­ten sich vie­le Lä­den an den Zei­t­raum von zwei Wo­chen.

Die Ge­schäf­te wer­ben mit di­cken Pro­zen­ten. Zum Teil wur­de der Preis be­reits re­du­zier­ter Wa­re noch wei­ter her­un­ter­ge­setzt. Doch lohnt es sich über­haupt, jetzt noch auf Schnäpp­chen­jagd zu ge­hen? Oder sind al­le gu­ten Tei­le schon ver­grif­fen? Und ist tat­säch­lich al­les so güns­tig? Ich ha­be mich ge­fragt, wie viel Geld man braucht, um ein kom­plet­tes Out­fit zu­sam­men­zu­stel­len. Mit nur 40 Eu­ro in der Ta­sche ha­be ich mich auf den Weg in die Mön­chen­glad­ba­cher In­nen­stadt ge­macht. Ich wer­de nur Sa­chen kau­fen, die ich auch wirk­lich be­reit bin, im All­tag zu tra­gen.

Vor al­lem Tops, Som­mer­klei­der, - rö­cke und kur­ze Ho­sen sind mo­men­tan, güns­tig zu ha­ben. Na­tür­lich las­sen sich die­se in der kal­ten Jah­res­zeit nicht gut ver­kau­fen und die Lä­den brau­chen den Platz in den La­gern für die neu­en Herb­stund Win­ter-Kol­lek­tio­nen. Bei küh­len 17 Grad und Re­gen ha­be ich al­ler­dings we­nig Be­dürf­nis, in T-Shirt und Mi­ni­rock drau­ßen her­um­zu­lau­fen. Er­staun­li­cher­wei­se gibt es aber auch wär­me­re Klei­dung im An­ge­bot. Auch sie muss der neu­en Kol­lek­ti­on wei­chen.

Vor al­lem in den Lä­den der gro­ßen Mo­de­ket­ten, de­ren Prei­se ge­ne­rell be­zahl­bar sind, schaue ich mich um. Denn trotz Som­mer­schluss­ver­kauf kommt man in vie­len Ge­schäf­ten mit ei­nem Bud­get von nur 40 Eu­ro nicht sehr weit.

Un­ter den Schil­dern mit Pro­zent­zah­len su­che ich nach Stü­cken, die mir ge­fal­len. Die neue Kol­lek­ti­on ist zwar schon ver­füg­bar, aber mit Blick auf den Preis für mich un­in­ter­es­sant. Zu­erst ver­schaf­fe ich mir ei­nen Über­blick, in­dem ich ver­schie­de­ne Stü­cke an­pro­bie­re, oh­ne et­was zu kau­fen. Denn vi­el­leicht fin­de ich in ei­nem an­de­ren La­den noch et­was Güns­ti­ge­res oder et­was, das bes­ser mit­ein­an­der har­mo­niert. Ich stel­le fest: Auch wenn sich der Som­mer­schluss­ver­kauf dem En­de zu­neigt, ist die Aus­wahl noch er­staun­lich groß.

Schließ­lich ent­schei­de ich mich für ei­ne Je­ans bei H&M, für die ich statt 49,99 Eu­ro 14 Eu­ro be­zah­le, und für ein schwar­zes Top und ei­nen ku­sche­li­gen, grau­en Pull­over bei Ve­ro Mo­da, für fünf be­zie­hungs­wei­se zwölf Eu­ro. Na­tür­lich ge­hö­ren zu ei­nem Out­fit auch Schu­he. In den Schuh­ge­schäf­ten fin­de ich nichts, was in mei­nem Bud­get liegt, zugleich passt und mir ge­fällt. Ehr­lich ge­sagt hat­te ich auch nicht da­mit ge­rech­net. Um­so über­rasch­ter bin ich, als ich bei C&A ein schwar­zes Paar Halb­schu­he für fünf Eu­ro fin­de. Das lässt sich mit al­lem kom­bi­nie­ren. Von den vier­zig Eu­ro ist nicht mehr viel üb­rig und theo­re­tisch ha­be ich al­les, was ich brau­che. Doch das Out­fit scheint mir, noch nicht ganz voll­stän­dig zu sein. Bei Bi­jou Bri­git­te wer­de ich fün­dig: Die Aus­wahl an güns­ti­gem Mo­de­schmuck ist groß. Ich ent­schei­de mich für ei­ne Ket­te für 2,50 Eu­ro.

38,50 Eu­ro hat mein Out­fit ge­kos­tet. Da­mit bin ich knapp un­ter mei­nem Bud­get und ha­be noch Geld für ein Ge­tränk auf dem Rück­weg. Die Fra­ge, auf wes­sen Kos­ten die güns­ti­gen Prei­se ge­hen, ver­su­che ich zu­min­dest heu­te zu ver­drän­gen.

Die Fra­ge, auf wes­sen Kos­ten die güns­ti­gen Prei­se ge­hen, ver­su­che ich zu­min­dest heu­te zu

ver­drän­gen

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