Spon­ta­ne Klän­ge im Spar­kas­sen­park

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON SI­MO­NE KRA­KAU

Die Kraft der Im­pro­vi­sa­ti­on be­stimmt das Kon­zert „Yes we Jam!“. Bei en­er­gie­ge­la­de­nen Live-Auf­trit­ten tei­len sich Mu­si­ker der lo­ka­len Sze­ne und das Pu­bli­kum das Büh­nen­rund. Die Be­su­cher sind wie elek­tri­siert.

Jaz­zi­ge, zu­nächst noch ru­hi­ge Sounds er­klin­gen auf der Büh­ne des Spar­kas­sen­parks. Noch do­mi­niert das Sa­xo­fon. Das ei­ne oder an­de­re Bein wippt be­reits mit und die Köp­fe des Pu­bli­kums ganz un­ter­schied­li­chen Al­ters ni­cken im Takt zu den Live-Klän­gen. Trotz des an­dau­ern­den Re­gens hat es am Don­ners­tag zahl­rei­che Be­su­cher auf die Büh­ne des Spar­kas­sen­parks ge­zo­gen. Der Grund: Re­né Pütz, un­ter an­de­rem be­kannt als Sän­ger und Mas­ter­mind der Glad­ba­cher Rock­band Boos­ter, und sei­ne Mu­si­ker­kol­le­gen An­dy Pil­ger, Jür­gen Dah­men, Ei­ke Drück und Juan Ca­mi­lo Vil­la be­tre­ten oh­ne Ab­spra­chen, vor­aus­ge­gan-

Re­né Pütz ge­ne Pro­ben und oh­ne No­ten­vor­la­gen die gro­ße Büh­ne, um ein kom­plett im­pro­vi­sier­tes Live-Kon­zert un­ter dem Mot­to „Yes we Jam!“auf die Bei­ne zu stel­len.

Ein­mal im Mo­nat kann man die Stamm­be­set­zung, be­ste­hend aus Pütz, Dah­men und Pil­ger, im Mes­s­a­je­ro an der So­phi­en­stra­ße live im­pro­vi­sie­ren se­hen und hö­ren. Die Büh­ne im Spar­kas­sen­park emp­fin­det Pütz hin­ge­gen als ei­ne „ganz an­de­re Num­mer“. „Letz­ten Sonn­tag hat Bryan Adams die­se Büh­ne ge­rockt. Der Spar­kas­sen­park ist ei­ne ab­so­lut pro­mi­nen­te Lo­ca­ti­on – hier als lo­ka­le Mu­si­ker spie­len zu dür­fen, ist ein gran­dio­ses Ge­fühl“, be­tont er zwi­schen den zwei Sets. Aber auch das Pu­bli­kum darf an die­sem Abend reich­lich Büh­nen­luft schnup­pern, denn die Büh­ne wird zur of­fe­nen Lo­ca­ti­on und das Kon­zert so­mit zum haut­na­hen Er­leb­nis für je­den. „Die At­mo­sphä­re hier oben ist ein­zig­ar­tig“, sagt An­na Doh­men, die sich als Fan der Im­pro-Kon­zer­te im Mes­s­a­je­ro be­kennt, be­geis­tert. „Und die Jungs ha­ben mu­si­ka­lisch wirk­lich viel drauf“, fügt sie hin­zu.

Im Ver­lauf der Ses­si­on wer­den die zu Be­ginn noch eher ru­hi­gen, sanf­ten Jazz-Klän­ge durch ein aus­la­den­des Gi­tar­ren­so­lo von Re­né Pütz ab­ge­löst. An­dy Pil­ger an den Drums steigt bald mit ein, und schon wird es rich­tig ro­ckig – je­de Men­ge Ener­gie do­mi­niert das Set, Lei­den­schaft und Spaß an der Mu­sik wer­den von den Mu­si­kern in je­dem Ton aus­ge­drückt. Spä­tes­tens wenn Pütz au­ßer­dem spon­tan sei­ne star­ke Sing­stim­me ein­setzt, ist das gan­ze Pu­bli­kum mit da­bei und wie elek­tri­siert. „Tol­le Stim­me“und „Wow“sind nur zwei von vie­len po­si­ti­ven Kom­men­ta­ren, die durch die Zu­hö­rer­rei­hen wan­dern.

Kaum zu glau­ben, dass das al­les nicht ein­stu­diert ist. Aber wie ist es über­haupt mög­lich, dass ver­schie­de­ne Mu­si­ker oh­ne Ab­spra­che mit­ein­an­der so gut har­mo­nie­ren? „Auf der Rund­büh­ne ar­bei­ten wir zu­ein­an­der ge­wandt mit un­se­rem Ge­hör und re­agie­ren auf Si­gna­le. Ei­ner be­ginnt mit der Idee, der an­de­re folgt, der Ers­te oder ein Wei­te­rer wie­der­um ant­wor­tet“, er­klärt das er­fah­re­ne Mu­sik-Ta­lent Re­né Pütz die Ba­sis fürs Im­pro­vi­sie­ren. „Wir un­ter­hal­ten uns so­zu­sa­gen mit Tö­nen und Rhyth­men, es ist ein per­ma­nen­ter Dia­log. Und dank der Rund­büh­ne kommt der Ap­plaus dann von über­all – das hört sich eh viel bes­ser an“, scherzt der Mu­si­ker. Und Ap­plaus gab es an die­sem Don­ners­tag­abend nun wahr­lich je­de Men­ge.

„Der Spar­kas­sen­park ist ei­ne ab­so­lut pro­mi

nen­te Lo­ca­ti­on“

Rock- und Jazz­mu­si­ker

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