GHTC rech­net sich ge­gen Mann­heim Chan­cen aus

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT LOKAL - VON GEORG AMEND

TEN­NIS Mor­gen (ab 11 Uhr) steht das ers­te von zwei Heim­spie­len zum Sai­son­en­de der Bun­des­li­ga für den Glad­ba­cher HTC an. Zu Gast beim Dritt­letz­ten der Ta­bel­le ist der Zwei­te, TK Grün-Weiß Mann­heim, der sei­ne Chan­ce auf die Deut­sche Meis­ter­schaft wohl am ver­gan­ge­nen Spiel­tag mit ei­nem 2:4 bei Spit­zen­rei­ter Hal­le ver­spielt hat.

Dass Mann­heim nun aber mit ei­ner eher schwach be­setz­ten Mann­schaft in Glad­bach an­tritt, um Geld für Top-Leu­te zu spa­ren, glaubt Hen­rik Schmidt nicht: „Die Mann­hei­mer sind kei­ne Geld-Spar-Trup­pe“, sagt der GHTC-Te­am­chef. „Die kom­men im­mer mit ei­ner gu­ten Mann­schaft. Selbst die Spie­ler aus den hin­te­ren Re­gio­nen sind nicht schlecht, die sind sehr, sehr aus­ge­gli­chen be­setzt.“Als Bei­spiel führt Schmidt Andre­as Beck an, der bei Grün-Weiß zwar wei­ter hin­ten ein­sor­tiert ist, aber bis vor sei­nem Kar­rie­re­en­de auf der ATP-Tour dort schon un­ter den Top-40 der Welt zu fin­den war. „Mann­heim ist auch hin­ten ex­trem stark be­setzt“, warnt Schmidt. „Die ha­ben in Hal­le zwar ver­lo­ren, aber al­le Spie­le, die sie da ab­ge­ge­ben ha­ben, sind im Match-Tie-Break ge­gen sie ge­lau­fen. Das ist schon ei­ne Haus­num­mer.“

Und der muss sich der GHTC mor­gen ent­ge­gen­stel­len. „Wir wol­len na­tür­lich in den bei­den ver­b­lei- ben­den Heim­spie­len noch et­was in der Ta­bel­le an­grei­fen“, sagt Schmidt. „Wir rech­nen uns ge­gen Mann­heim durch­aus Chan­cen aus. Wir tre­ten mit ei­ner gu­ten Mann­schaft an.“Zu der ge­hö­ren in je­dem Fall Adri­an Me­nen­dez-Mace­i­ras, Jan Sá­tral, Aleksan­dr Ne­do­vy­e­sov und Tim Sand­kau­len. „Beim fünf­ten Spie­ler ent­schei­det es sich je nach Tur­nier­ver­lauf noch kurz­fris­tig“, sagt Schmidt.

Si­cher nicht mit da­bei sein wird Phil­ipp Kohl­schrei­ber. „Er ist in den USA und be­rei­tet sich dort schon auf die US-Open vor“, be­rich­tet Schmidt. „Es war klar, dass er uns in den letz­ten bei­den Sai­son­spie­len nicht zur Ver­fü­gung ste­hen wird. Er spielt jetzt Tur­nie­re auf Har­dCourt und ist in der Zeit in Eu­ro­pa nicht zu be­kom­men.“Das be­deu­tet zugleich, dass Kohl­schrei­ber in die­ser Bun­des­li­ga­Sai­son gar nicht für den GHTC auf­ge­lau­fen sein wird, wenn sie am 20. Au­gust en­det. „Phil­ipp hat in den letz­ten zehn Jah­ren im­mer Bun­des­li­ga ge­spielt, weil er es wirk­lich ger­ne macht“, sagt Schmidt. „Wir hat­ten für die­se Sai­son drei Ter­mi­ne ver­ein­bart, aber er muss­te je­des Mal we­gen Ver­let­zun­gen ab­sa­gen. Das ist blöd ge­lau­fen, für ihn und für uns. Aber wenn er ver­letzt oder an­ge­schla­gen ist, müs­sen wir auch Ver­ständ­nis da­für ha­ben, dass er sich vor ei­nem Tur­nier er­ho­len muss.“Fest steht für Schmidt: „Wir wol­len Phil­ipp ger­ne be­hal­ten.“

„Das ist blöd ge­lau­fen –

für ihn und für uns. Wir wol­len Phil­ipp ger­ne

be­hal­ten.“

Hen­rik Schmidt

GHTC-Te­am­chef über Kohl­schrei­ber

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