Dem Hund rund­um ge­recht wer­den

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - DIE TIERWELT - VON SE­BAS­TI­AN MEURER

Hun­de­trai­ne­rin Syl­via Spels­berg bie­tet in Düs­sel­dorf-Hel­lers­hof Be­ra­tung für Hal­ter und Trai­ning für de­ren Vier­bei­ner in­mit­ten ei­ner „grü­nen Oa­se“an.

Die Fra­ge, was ein Hund zum Glück­lich­sein braucht, hat schon vie­le Ex­per­ten be­schäf­tigt. „Zu­erst ein­mal müs­sen wir ver­ste­hen, mit wel­chem Typ Hund wir es zu tun ha­ben“, sagt Hun­de­trai­ne­rin Syl­via Spels­berg, die es dies­be­züg­lich mit dem durch et­li­che Fach­bü­cher aus­ge­wie­se­nen Kyno­lo­gen Gün­ter Bloch hält: „ Es gibt den Kopf­ty­pen, die Ge­sel­li­gen und die Skep­ti­ker“, ver­weist sie auf Blochs Be­griff von der „Drei­klas­sen­ge­sell­schaft“im Hun­de­reich.

„Dem Kopf­ty­pen et­was ab­zu­ver­lan­gen, was er über­haupt nicht ein­sieht, birgt von vorn­her­ein Pro­ble­me, dem Ge­sel­li­gen ist je­de Art der Zu­wen­dung recht und der Skep­ti­ker braucht Ru­he und Zeit, um sich zu­recht­zu­fin­den – Druck aus­zu­üben wä­re fa­tal“, er­läu­tert Syl­via Spels­berg. Bei al­len Ein­schät­zun­gen spie­le der Cha­rak­ter des Hun­des ei­ne wich­ti­ge Rol­le.

Ei­ne ge­eig­ne­te Mög­lich­keit, die­sen po­si­tiv zu be­ein­flus­sen und ein­an­der bes­ser ken­nen zu ler­nen, ist ihr zu­fol­ge die ge­mein­sa­me Frei­zeit­ge­stal­tung. Die wird in ih­rer Hun­de­grund­schu­le, die sie heu­te in Düs­sel­dorf-Hel­lers­hof er­öff­net, groß ge­schrie­ben. Da­bei geht es kei­nes­wegs um „das Spiel mit dem Hun­de­kum­pel“, wie Syl­via Spels­berg be­tont. „Wich­tig ist die ganz spe­zi­el­le St­un­de, in der ich mich nur mit mei­nem Hund, und er sich mit mir be­schäf­tigt“, sagt sie. Das Tem­po, in dem dies ge­schieht, soll­ten bei­de Sei­ten be­stim­men, „oh­ne ho­he Er­re­gungs­la­ge und oh­ne Druck“, be­schreibt sie die Aus­gangs­be­din­gun­gen. Was ihr wich­tig ist: „Hier darf der Hund auch be­lohnt wer­den.“

Zur Fach­frau ge­wor­den ist Syl­via Spels­berg, nach­dem sie sich vor zwölf Jah­ren ei­nen Be­ar­ded Col­lie zu­ge­legt hat. Beim Hel­lers­ho­fer Sport­ver­ein grün- de­te sie 2008 ei­ne Hun­de­ab­tei­lung, und hat 2014 ei­ne Aus­bil­dung zur Hun­de­trai­ne­rin ab­ge­schlos­sen und ist auch als Do­zen­tin ak­tiv. Er­schöpft war ihr Ta­ten­drang da­mit al­ler­dings noch lan­ge nicht. Ihr Ziel, ei­ne ei­ge­ne Hun­de­schu­le zu grün­den, rück­te in greif­ba­re Nä­he, als sie bei der Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten Ge­län­de fün­dig wur­de. Ein ge­schot­ter­ter La­ger­platz ei­nes Gar­ten­bau­be­triebs in Hel­lers­hof stand leer, und in­zwi­schen ist er zu „ei­ner grü­nen Oa­se“ge­wor­den, be­schreibt Syl­via Spels­berg den Wand­lungs­pro­zess, der sich über et­li­che Mo­na­te hin­weg auf dem 2000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Are­al voll­zo­gen hat.

Nö­tig hier­für wa­ren ne­ben manch an­de­rem 30 LKW-La­dun­gen Mut­ter­bo­den, 60 Ki­lo­gramm Saat­gut, ein er­folg­reich ein­ge­spann­ter Land­wirt und „sehr sehr viel Ar­beit“, sagt sie im Rückblick. „Erst ist es nur ein Traum von mir ge­we­sen, jetzt bin ich mit­ten­drin“, be­schreibt Syl­via Spels­berg ih­re der­zei­ti­ge Ge­fühls­la­ge. Et­wai­ger Stress mit Nach­barn kann von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen wer­den: Die nächst­ge­le­ge- ne Wohn­be­bau­ung ist ei­ni­ge hun­dert Me­ter ent­fernt. Be­reits seit Jah­res­be­ginn läuft auf dem Ge­län­de an der Du­der­städ­ter Stra­ße der Be­trieb, am Sonn­tag nun wird die Hun­de­grund­schu­le mit ih­rem Leit­mo­tiv „von an­fang an rich­tig“of­fi­zi­ell er­öff­net.

FO­TOS (2): SALZ

Syl­via Spels­berg hat sich ei­nen Traum er­füllt und er­öff­net mor­gen ih­re Hun­de­grund­schu­le. Auf dem 2000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ge­län­de in Düs­sel­dorf-Hel­ler­hof be­steht für die Vier­bei­ner und ih­re Hal­ter aus­gie­big Ge­le­gen­heit, sich sinn­voll zu be­tä­ti­gen.

Das Ge­län­de der Hun­de-Grund­schu­le bie­tet die Mög­lich­kei­ten für ein breit­ge­fä­cher­tes Trai­nings­an­ge­bot.

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