Po­li­zei­un­dOrd­nungs­dienst wei­ten Ko­ope­ra­ti­on aus

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG - VON ANDRE­AS GRUHN

Ei­ne ge­mein­sa­me mo­bi­le Wa­che ist mehr­mals im Mo­nat an Brenn­punk­ten im gan­zen Stadt­ge­biet im Ein­satz.

Der Bis­marck­platz ist Mön­chen­glad­bachs Ban­ken­vier­tel. So recht passt da­zu nicht, was in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten den Ge­schäfts­leu­ten dort im­mer öf­ter be­geg­ne­te: Be­trun­ke­ne schla­fen in Ge­schäfts­ein­gän­gen, Pas­san­ten wer­den an­ge­pö­belt, Haus­ein­gän­ge wer­den als Toi­let­te be­nutzt. In ei­nem Brief wand­ten sich Ge­schäfts­leu­te im Ju­li ans Ord­nungs­amt und be­schwer­ten sich, der Platz wer­de zum Schand­platz. Jetzt ge­hört der Bis­marck­platz zu den Brenn­punk­ten, in de­nen Po­li­zei und Kom­mu­na­ler Ord­nungs- und Ser­vice­dienst (KOS) re­gel­mä­ßig ge­mein­sam auf Strei­fe un­ter­wegs sind.

Seit An­fang Au­gust ist ei­ne neue ge­mein­sa­me mo­bi­le Wa­che im Ein­satz. Bis­her zwei­mal im Mo­nat ste­hen die Be­am­ten für ei­ni­ge St­un­den an ei­ner Stel­le im Stadt­ge­biet, die zu Brenn­punk­ten und Angs­träu­men ge­zählt wer­den. Wenn die Wa­che wie ges­tern am Platz der Re­pu­blik hält, ge­hen von dort aus Be­am­te und KOS-Mit­ar­bei­ter ge­mein­sam auf Strei­fe rund um den Bahn­hof, in der In­nen­stadt bis zum Bis­marck­platz. Im­mer min­des­tens vier Po­li­zis­ten und zwei Ord­nungs­amts­Mit­ar­bei­ter be­set­zen zu­sam­men die Wa­che, und zwei ge­misch­te Teams ge­hen ge­mein­sam auf Strei­fe. „Das Ziel ist, deut­li­che Prä­senz zu zei­gen und wahr­nehm­bar zu sein“, sagt Frank Helm­gens, Lei­ter Au­ßen­diens­te des Ord­nungs­am­tes.

Da­mit wei­ten Po­li­zei und Ord­nungs­dienst ih­re Zu­sam­men­ar­beit aus. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te es bei der Po­li­zei für Ver­stim­mung ge­sorgt, dass der Ord­nungs­dienst un­ter­be­setzt und we­nig ein­satz­fä­hig war. Im Herbst wur­den zu­nächst al­le of­fe­nen Stel­len neu be­setzt, und im An­schluss dar­an stock­te die Politik den KOS auf jetzt 16 Mit­ar­bei­ter auf. Bei ei­nem Ar­beits­tref­fen vor ei­nem Jahr wur­den ge­mein­sa­me ge­ziel­te Kon­trol­len an Brenn­punk­ten be­schlos­sen. Und das setzt die mo­bi­le Wa­che jetzt um.

„Wir wer­den dort un­ter­wegs sein, wo vie­le Men­schen sind, es aber kei­ne Po­li­zei-Wa­che in der Nä­he gibt“, sagt Frit­h­jof Lut­ter, Lei­ter des Be­zirks­diens­tes der Po­li­zei. Ne­ben dem Platz der Re­pu­blik könn­te das der Rhe­ydter Markt, der Har­mo­nie­platz, in Aus­nah­me­fäl­len auch der Eu­ro­pa­platz sein, aber auch Stadt­teil­zen­tren oh­ne Po­li­zei­wa­che. Auch im Bun­ten Gar­ten wa­ren zu- letzt ge­mein­sa­me Ein­sät­ze an­ge­kün­digt wor­den. „Wenn wir un­ter­wegs sind, be­kom­men wir viel Lob für die Prä­senz zu hö­ren, aber ver­bun­den mit der Kla­ge, dass das zu we­nig ist“, sagt Lut­ter. „Die Leu­te su­chen das Ge­spräch mit uns“, sagt Helm­gens. Die Be­am­ten neh­men Straf­an­zei­gen ge­nau­so auf wie die Kol­le­gen des KOS Be­lan­ge, die den Ord­nungs­dienst be­tref­fen. Platz­ver­wei­se aus­spre­chen oder Per­so­na­li­en auf­neh­men dür­fen bei­de. Wenn es um Straf­ver­fol­gung und Ge­fah­re­ab­wehr geht, dann ist es aber ein Fall für die Po­li­zei.

Am Bis­marck­platz, sagt Frit­h­jof Lut­ter, ha­be sich die La­ge nach deut­li­cher Prä­senz be­reits ein we­nig ge­bes­sert: „Wir ha­ben die Rück­mel­dung er­hal­ten, dass deut­lich we­ni­ger wild uri­niert wird und das Ver­hal­ten dort bes­ser ge­wor­den ist.“

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