Se­ri­en­tä­ter we­gen 34 Woh­nungs­ein­brü­chen vor Ge­richt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG - VON GA­BI PE­TERS

(isch) So schön kann der Herbst sein: Wenn die Son­ne das bun­te Laub er­leuch­tet, der Wind die Blät­ter sanft ra­scheln lässt und der Him­mel blau ist – dann freut sich der Mensch. So ist die­se trü­be Jah­res­zeit doch ganz gut zu er­tra­gen. RP-FO­TO: DET­LEF ILGNER Als die Mön­chen­glad­ba­cher Po­li­zei im Fe­bru­ar zu­griff, ge­lang ihr der größ­te Schlag ge­gen Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät seit Jah­ren. Mo­na­te­lang soll die Ban­de, die aus fünf Män­nern im Al­ter von 22 bis 29 Jah­ren und ei­ner 63-jäh­ri­gen Frau be­stand, in Deutsch­land auf Beu­te­zug ge­we­sen sein. In wech­seln­den Kon­stel­la­tio­nen brach sie in Woh­nun­gen und

Po­li­zei geht da­von aus, dass die Ban­de so­gar für 97 Ta­ten ver­ant­wort­lich ist. Bei der Fest­nah­me wur­de 2000 Beu­te­stü­cke si­cher­ge­stellt.

Ein­fa­mi­li­en­häu­sern in Mön­chen­glad­bach, Korschenbroich, Wil­lich, Nie­der­krüch­ten und wei­te­ren Or­ten ein. Ih­re Beu­te: über­wie­gend Schmuck und Geld. Al­lei­ne bei ei­nem Woh­nungs­ein­bruch soll Schmuck im Wert von 25.000 Eu­ro ge­stoh­len wor­den sein, da­zu ka­men 4000 Eu­ro Bar­geld.

We­gen Ein­bruch­dieb­stahls, teil­wei­se auch Ban­den­dieb­stahls in 34 Fäl­len müs­sen sich die al­ba­ni­schen Män­ner und die deut­sche Frau ab dem 19. Ok­to­ber vor dem Mön­chen­glad­ba­cher Land­ge­richt ver­ant­wor­ten. Die Po­li­zei glaubt, dass die Ban­de so­gar für 97 Ein­brü­che ver­ant­wort­lich ist. Bei der Fest­nah­me und den Durch­su­chun­gen wa­ren noch rund 2000 Beu­te­stü­cke bei den Ban­den­mit­glie­dern ge­fun­den wor­den. Mehr­fach ver­öf­fent­lich­te die Er­mitt­lungs­kom­mis­si­on „Al­ba­tros“Fo­tos vom si­cher­ge­stell­ten Schmuck. Zahl­rei­che Ein­bruchsop­fer er­kann­ten Stü­cke aus ih­rem Ei­gen­tum wie­der. Ei­ne Frau aus Dü­ren sah bei­spiels­wei­se ih­re Tauf­ket­te, ei­ne Frau aus Oden­kir­chen ent­deck­te auf den Bil­dern ei­ne ihr ge­stoh­le­ne Brosche, ein Ge­schenk ih­res Soh­nes von sei­nem ers­ten Ge­halt. Der Schmuck und die Uh­ren, die zur Iden­ti­fi­zie­rung im Mön­chen­glad­ba­cher Po­li­zei­prä­si­di­um la­ger­ten, hat­ten ei­nen Wert von rund 200.000 Eu­ro. Nicht ein­zu­schät­zen ist der ide­el­le Wert, in vie­len Fäl­len han­del­te es sich um Er­bund Er­in­ne­rungs­stü­cke. „Man­che Be­sit­zer hat­ten Trä­nen in den Au­gen, als sie bei uns ih­ren ge­stoh­le­nen Schmuck wie­der­sa­hen, von dem sie glaub­ten, er sei für im­mer weg“, be­rich­te­te Mark Borsch, Lei­ter der Ein­satz­kom­mis­si­on.

Die Tä­ter wa­ren bei den Ein­brü­chen nach ei­nem be­stimm­ten Mus- ter vor­ge­gan­gen: Sie stie­gen im­mer über die Rück­sei­te in Ein­fa­mi­li­en­häu­ser ein, he­bel­ten mas­siv an Ter­ras­sen­tü­ren her­um und lie­ßen nicht ab, auch wenn die Ge­bäu­de gut ge­si­chert wa­ren. Zur Not schlu­gen sie eben die Schei­be ein. Dann wur­den die Häu­ser gründ­lich durch­sucht. Die Po­li­zei hat­te das Sche­ma er­kannt, be­gann mit der akri­bi­schen Er­mitt­lung, die da­zu führ­te, dass die Ban­de jetzt vor Ge­richt steht.

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