Wie un­ser Erd­bo­den ver­wüs­tet wird

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Der Erd­bo­den ist ganz schön emp­find­lich, und wir Men­schen scha­den ihm oft. Das hat schlim­me Fol­gen: Wo der Bo­den ka­putt ist, bil­den sich Wüs­ten.

oder es wird un­un­ter­bro­chen auf den Fel­dern et­was an­ge­pflanzt. Dem Bo­den fehlt dann die Ver­schnauf­pau­se. So wird er zum Bei­spiel im­mer tro­cke­ner. Weil das Was­ser fehlt, wach­sen we­ni­ger Pflan­zen, sagt Wal­ter En­gel­berg. Der Land­strich wird zu ei­ner Art Wüs­te. „Das pas­siert ganz lang­sam. Es ist wie ei­ne schlei­chen­de Krank­heit“, sagt En­gel­berg. Oh­ne Pflan­zen und de­ren Wur­zeln ist der Bo­den schutz­los. Wind und Re­gen­was­ser kön­nen ihn nun ganz leicht ab­tra­gen oder weg­schwem­men. Da­durch geht im­mer mehr Bo­den ver­lo­ren. Das Land wird un­frucht­bar und ver­ödet. „In Eu­ro­pa dau­ert es bei­spiels­wei­se 2000 Jah­re, bis sich zehn Zen­ti­me­ter Bo­den neu ge­bil­det ha­ben“, sagt En­gel­berg. Be­ginnt ein Land­strich zu ver­wüs­ten, kann man das nur ganz schwer stop­pen. Ex­per­ten sa­gen des­halb: Wir müs­sen frü­her da­mit an­fan­gen, den Bo­den zu schüt­zen. dpa

FO­TO: DPA

In Asi­en und Afri­ka ha­ben vie­le Men­schen mit ver­öde­ten Bö­den zu kämp­fen.

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