SMS-Zen­tra­le: Bau­ge­neh­mi­gung ist er­teilt

Für die Plä­ne ei­nes SMS-Cam­pus in Mön­chen­glad­bach er­hielt Ar­chi­tekt Hol­ger Hart­mann von Ex­per­ten bei der Ex­po Re­al in Mün­chen viel An­er­ken­nung. Mit­tel­fris­tig wer­de es aber kei­nen Um­zug ge­ben, be­tont der Kon­zern.

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - Lokales - VON ANDRE­AS GRUHN

Es war zu­min­dest kei­ne Absage, die Burk­hard Dah­men, Chef des An­la­gen­und Ma­schi­nen­bau­ers SMS Group, am Mitt­woch aus­sprach. Mit­tel­fris­tig wer­de das Un­ter­neh­men nicht von Düs­sel­dorf nach Mön­chen­glad­bach um­zie­hen, sag­te Dah­men am Ran­de der Bi­lanz­pres­se­kon­fe­renz in Düs­sel­dorf und prä­zi­sier­te, da­mit mei­ne er ei­nen Zei­t­raum von drei bis fünf Jah­ren. Der Um­zug, auf den die Stadt Mön­chen­glad­bach hofft, ist al­so erst­mal nur auf­ge­scho­ben. Und hängt von der künf­ti­gen Ent­wick­lung in der Stahl­bran­che ab, de­ren Kri­se auch SMS in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so zu­ge­setzt hat und da­für sorg­te, dass das Un­ter­neh­men auch in Mön­chen­glad­bach Stel­len ab­baut. Die An­kün­di­gung, den Neu­bau ei­ner gi­gan­ti­schen Zen­tra­le wei­ter vor­an­trei­ben zu wol­len, wä­re in­mit­ten ei­nes lau­fen­den Stel­len­ab­baus (wenn auch oh­ne be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen) nicht sehr ge­schickt plat­ziert. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te Dah­men er­klärt, der Um­zug wer­de erst dann ein The­ma, wenn sich das Jah­res­er­geb­nis wie­der deut­lich ver­bes­sert ha­be und man den Um­zug aus dem Cash­flow, al­so mit vor­han­de­nen li­qui­den Mit­teln, be­zah­len kön­ne.

Wenn SMS mit dem Neu­bau be­gin­nen möch­te, dann kann es bin­nen kur­zer Zeit los­ge­hen. Der Bau­an­trag bei der Stadt ist nicht nur ge­stellt, son­dern die Ge­neh­mi­gung auch längst er­teilt. Der Mön­chen­glad­bach Ar­chi­tekt Hol­ger Hart­mann, der mit sei­nem Kon­zept den Wett­be­werb vor Jah­ren ge­won­nen hat­te, stell­te die Plä­ne auf der Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en­mes­se Ex­po Re­al in Mün­chen auf der Büh­ne des Stan­des Nie­der­rhein noch ein­mal vor. Und ern­te­te da­für viel Lob. „Wir ha­ben an den Ent­wür­fen der Zen­tra­le wei­ter ge­ar­bei­tet“, sag­te Hart­mann.Vi­sua­li­sie­run­gen wur­den fort­ge­schrie­ben und Bü­ro­kon­zep­te er­ar­bei­tet. „Wenn SMS los­le­gen möch­te, dann kön­nen wir das tun.“Hart­manns Kon­zept sieht ei­nen SMS-Cam­pus an der Vi­tus­stra­ße, Oh­ler­kirch­weg und der Hü­gel­stra­ße vor. Fünf Bü­ro­ge­bäu­de, Hart­mann selbst nennt sie „Pil­len“, bil­den im Kreis an­ge­ord­net ei­nen Platz in der Mit­te, über den sich ein trans­pa­ren­tes Dach spannt. Der Kom­plex wird so di­rekt an­ge­bun­den sein an das Werk im Wes­ten, an ein neu­es Park­haus mit rund rund 1500 Pkw-Stell­plät­zen, an den Vi­tu­s­park im Os­ten und den Be­stands­bau am Oh­ler­kirch­weg. Der Fuß­weg in die In­nen­stadt bis zum Ab­tei­berg ist kurz. „Der Cam­pus ist zen­tral an der Stadt ge­le­gen, das ist die Idee da­bei“, er­klär­te Hart­mann dem Pu­bli­kum.

Das En­sem­ble fügt sich in den Stadt­teil ein, der ins­ge­samt auch städ­te­bau­lich auf­ge­wer­tet wird. Neue We­ge werden an­ge­legt. Dar­über gibt es auch be­reits ei­nen städ­te­bau­li­chen Ver­trag mit der Stadt. Der sieht auch vor, dass das Ge­län­de neu er­schlos­sen werden muss, un­ter an­de­rem müss­ten drei Kreu­zun­gen er­tüch­tigt werden, um den zu­sätz­li­chen Ver­kehr auf­neh­men zu kön­nen. Auch des­halb ist das In­ter­es­se der Stadt an dem Um­zug der Kon­zern­zen­tra­le groß. „Es wä­re sen­sa­tio­nell, wenn das rea­li­siert wird“, sag­te Pla­nungs­de­zer­nent Gre­gor Bo­nin, der auch noch ein­mal be­stä­tig­te: „Von­sei­ten der Stadt ist al­les vor­be­rei­tet.“

Gut mög­lich ist auch, dass der Neu­bau schritt­wei­se um­ge­setzt wird. Die Pla­nun­gen je­den­falls er­mög­li­chen es, mit ei­nem Teil des Neu­baus zu be­gin­nen. „Klein an­fan­gen“, sag­te Hart­mann in Mün­chen da­zu. Sein Ent­wurf bie­tet in sei­ner Ge­samt­heit Platz für bis zu 3000

Mit­ar­bei­ter, wenn zum Bei­spiel erst­mal nur zwei der fünf ge­plan­ten „Pil­len“ent­stün­den, könn­ten aber auch schon mehr als 1000 Mit­ar­bei­ter um­zie­hen.

Ein Punkt auf den Skiz­zen in der Prä­sen­ta­ti­on Hart­manns wird aber nicht mehr zu hal­ten sein. Da­rin steht: „Un­ter­neh­mens­zen­tra­le der SMS Group GmbH, Mön­chen­glad­bach, 2015-2022.“Nach der jüngs­ten Er­klä­rung des SMS-Chefs Dah­men ist frag­lich, ob bis zum En­de die­ses ur­sprüng­lich ge­nann­ten Zei­t­raums über­haupt mit dem Bau be­gon­nen wird.

ENT­WURF: HART­MANN AR­CHI­TEK­TEN

Der Ent­wurf des Ar­chi­tek­ten Hol­ger Hart­mann zeigt, wie die neue Zen­tra­le der SMS Group in Mön­chen­glad­bach aus­se­hen soll.

HART­MANN AR­CHI­TEK­TEN SKIZZE:

Die­se Skizze zeigt, wie die Zen­tra­le in den Stadt­teil in­te­griert werden soll.

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