Oh­ne neue Tras­sen wird Strom im Sü­den teu­rer

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

MÜN­CHEN (dpa) In Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg dro­hen Ver­brau­chern bis zu zehn Pro­zent hö­he­re Strom­prei­se als in Nord­deutsch­land. Dies geht aus ei­ner Stu­die für die EU-Kom­mis­si­on her­vor, so der „Spiegel“. Die­se un­ter­sucht, wel­che Aus­wir­kung ei­ne Tei­lung des deut­schen Elek­tri­zi­täts­markts in ei­ne nörd­li­che und süd­li­che Preis­zo­ne ha­ben wür­de. Da­zu wer­de die EU Deutsch­land wo­mög­lich drän­gen, wenn die bei­den ge­plan­ten Tras­sen, die Wind­strom vom Nor­den in den Sü­den lei­ten sol­len, nicht ge­baut wer­den. Bay­erns Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer (CSU) hat­te in der ver­gan­ge­nen Wo­che den Bau der Strom­tras­sen in­fra­ge ge­stellt. Sei­ne An­kün­di­gung, statt auf im­por­tier­ten Wind­strom auf ei­ge­ne Gas­kraft­wer­ke zu set­zen, sei un­rea­lis­tisch, sag­te Ste­phan Koh­ler, Chef der Ener­gie­agen­tur, dem „Fo­cus“. Neue Gas­kraft­wer­ke rech­ne­ten sich zur­zeit nur mit Sub­ven­tio­nen.

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