„Gorch Fock“– vor Ge­richt geht es um Ent­schä­di­gung

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

AA­CHEN (dpa) Sechs Jah­re nach dem Tod der „Gorch Fock“-Ka­det­tin Jen­ny Bö­ken ver­han­delt das Ver­wal­tungs­ge­richt Aa­chen über ei­ne Ent­schä­di­gungs­kla­ge der El­tern. Mar­lis und Uwe Bö­ken ha­ben die Bun­des­re­pu­blik auf 40000Eu­ro Ent­schä­di­gung nach dem Sol­da­ten­ver­sor­gungs­ge­setz ver­klagt. Nach die­sem Ge­setz steht den El­tern ei­nes Sol­da­ten ei­ne Ent­schä­di­gung zu, wenn die­ser bei der Di­enst­aus­übung un­ter be­son­de­rer Le­bens­ge­fahr stirbt. Die da­mals 18-jäh­ri­ge Ka­det­tin Jen­ny Bö­ken aus Gei­len­kir­chen war 2008 wäh­rend ih­rer Nacht­wa­che von dem Se­gel­schul­schiff über Bord ge­gan­gen. Die Lei­che wur­de je­doch erst zwölf Ta­ge spä­ter aus der Nord­see ge­bor­gen. Die Kie­ler Staats­an­walt­schaft sprach von ei­nem tra­gi­schen Un­glück. Die To­des­um­stän­de sind bis­her aber nicht ge­klärt. Laut „Spiegel on­li­ne“hat sich ein ehe­ma­li­ges Be­sat­zungs­mit­glied ge­mel­det und schwe­re Vor­wür­fe ge­gen den Schiffs­arzt er­ho­ben. Dem­nach soll der Arzt ge­wusst ha­ben, dass Bö­ken Schlaf­pro­ble­me hat­te.

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