Bun­des­tag be­schließt noch die­se Wo­che Sy­ri­en-Ein­satz

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (may-/qua) Nach­dem Frank­reichs Staats­prä­si­dent François Hol­lan­de ver­gan­ge­ne Wo­che sei­ne Er­war­tun­gen an Deutsch­lands Hil­fe im Kampf ge­gen den is­la­mis­ti­schen Ter­ro­ris­mus über­mit­telt hat, soll nun al­les ganz schnell ge­hen: Am heu­ti­gen Di­ens­tag be­schließt die Bun­des­re­gie­rung den An­trag, 1200 Sol­da­ten, Tor­na­doAuf­klä­rungs­jets, Tank­flug­zeu­ge und ei­ne Fre­gat­te ein­zu­set­zen. Mor­gen star­tet die Be­ra­tung im Bun­des­tag, der be­reits am Frei­tag in zwei­ter und drit­ter Le­sung ab­stim­men wird.

Die Re­gie­rung nennt als Ein­satz­raum „vor­ran­gig“das Ope­ra­ti­ons­ge­biet der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on IS in Sy­ri­en so­wie sol­cher Staa­ten, die den Ein­satz ge­neh­mi­gen, so­wie das öst­li­che Mit­tel­meer, den Per­si­schen Golf, das Ro­te Meer und „an­gren­zen­de See­ge­bie­te“. Das ers­te Man­dat läuft bis En­de 2016 und ent­hält ei­ne Kos­ten­schät­zung über 134 Mil­lio­nen Eu­ro.

Au­ßer Uni­on und SPD er­klär­ten auch die Grü­nen, dem Bun­des­wehr­Ein­satz zu­stim­men zu wol­len. Der ge­mein­sa­me Kampf ge­gen den IS müs­se „so­wohl po­li­tisch und fi­nan­zi­ell als auch mi­li­tä­risch“aus­ge­tra­gen wer­den, sag­te Grü­nen-Chef Cem Öz­de­mir. Das Man­dat dür­fe je­doch „nicht als Tausch­ge­schäft mit Pu­tin ge­gen die Ukrai­ne“die­nen; auch dürf­ten „As­sads Mör­der­ban­den“nicht als Bo­den­trup­pen des Wes­tens ein­ge­setzt wer­den. Leit­ar­ti­kel Po­li­tik

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