Kampf ge­gen den IS

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON GREGOR MAYNTZ

Frank­reich hät­te sich si­cher nicht ver­ra­ten ge­fühlt, wenn sich Re­gie­rung und Par­la­ment in Deutsch­land die üb­li­che Zeit ge­gönnt hät­ten, ein­ge­hend über den Sy­ri­en-Ein­satz der Bun­des­wehr zu be­ra­ten. Dass es die­se Wo­che im Eil­tem­po durch Ka­bi­nett und Bun­des­tag geht, hat wohl vor al­lem mit den Par­tei­ta­gen von SPD und Uni­on in der nächs­ten und über­nächs­ten Wo­che zu tun. Das The­ma soll vor­her in tro­cke­nen Tü­chern ste­cken.

Da­bei ist die Be­tei­li­gung Deutsch­lands am Kampf ge­gen den mi­li­tan­ten Ter­ror noch mo­de­rat zu nen­nen. Die Kampf­flug­zeu­ge der Luft­waf­fe blei­ben da­heim, le­dig­lich Auf­klä­rungs­jets, Tank­flie­ger und ei­ne Ab­wehr-Fre­gat­te wer­den in die Re­gi­on ver­legt. Ber­lin bombt nicht selbst, es lässt bom­ben. Um­so grö­ßer dürf­ten die Er­war­tun­gen auf den an­de­ren Feldern sein: Die Pe­schmer­ga aus­bil­den, den Druck auf ei­ne Ver­hand­lungs­lö­sung er­hö­hen, die Nach­kriegs­si­tua­ti­on sta­bi­li­sie­ren.

Doch das ist nur der An­fang. Durch schwe­re west­li­che Feh­ler konn­te der IS so groß und ge­fähr­lich wer­den. Die­ser Feld­zug wird ein lan­ger sein. BE­RICHT

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