Auf Sturm folgt heu­te Dau­er­re­gen

Grö­ße­re Schä­den gab es nicht. Der Win­ter ist noch nicht in Sicht.

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

ES­SEN (dpa) In der stür­mi­schen Nacht von Sonn­tag zu ges­tern ist NRW oh­ne grö­ße­re Schä­den da­von­ge­kom­men. Al­ler­dings hat­ten die Feu­er­weh­ren viel zu tun, weil Gul­lys über­lie­fen und ab­ge­bro­che­ne Äs­te auf den Stra­ßen la­gen. In Er­krath bei Düsseldorf droh­te am Sonn­tag­abend der Weih­nachts­baum in der In­nen­stadt um­zu­stür­zen. Feu­er­wehr­leu­te säg­ten ihn vor­sichts­hal­ber ab.

In Gel­sen­kir­chen stan­den in der Nacht zu ges­tern gan­ze Stra­ßen­zü­ge knie­tief un­ter Was­ser, meh­re­re Au­tos blie­ben ste­cken. Auf der Au­to­bahn 2 war ein Baum auf die Fahr­bahn ge­stürzt, ein Bau­ge­rüst wur­de um­ge­weht. Spä­ter ha­be sich die La­ge be­ru­higt, be­rich­tet die Po­li­zei.

Seit Sonn­tag war das Tief Nils mit Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 106 St­un­den­ki­lo­me­ter über das Land ge­fegt. Die Spit­zen­ge­schwin­dig­keit stell­te der Deut­sche Wet­ter­dienst im nörd­li­chen Sau­er­land fest. Ges­tern Abend gab es er­neut Bö­en und hef­ti­gen Re­gen, be­son­ders im Sau­er­land, im Sie­ger­land und im Ober­ber­gi­schen Land.

Hef­ti­ger als NRW traf es den Nor­den Deutsch­lands. Nach ei­ner stür­mi­schen Nacht in Ham­burg ist der Fisch­markt in St.Pau­li über­flu­tet wor­den. Der Was­ser­stand er­reich­te ges­tern ei­ne Hö­he von 2,80 Me­tern über dem mitt­le­ren Hoch­was­ser, wie ein Po­li­zei­spre­cher sag­te. Wei­ter nörd­lich sind in Schwe­den nach dem Sturm „Gorm“noch knapp 40.000 Men­schen oh­ne Strom. Das Un­wet­ter war am spä­ten Sonn­tag­abend über Dä­ne­mark und Schwe­den hin­weg­ge­fegt. In man­chen Ge­bie­ten wur­den Or­k­an­bö­en ge­mes­sen. Brü­cken wur­den ge­schlos­sen, Zug­ver­bin­dun­gen ein­ge­stellt. Zwi­schen Ros­tock und Ged­ser fuh­ren meh­re­re Fäh­ren nicht.

Win­ter­lich wird es in den kom­men­den Ta­gen in NRW trotz des me­teo­ro­lo­gi­schen Win­ter­an­fangs am heu­ti­gen 1. De­zem­ber nicht, sag­te Ma­ria Ha­fen­rich­ter vom Deut­schen Wet­ter­dienst. „Eis und Schnee sind nicht in Sicht, da­für ist es viel zu warm.“Die mil­de Luft brin­ge so­gar Tem­pe­ra­tu­ren von zehn bis zwölf Grad. Die Wo­chen­mit­te wer­de tro­cken.

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