Si­néad O’Con­nor pos­tet Selbst­mord­brief bei Face­book

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

DU­BLIN (RP) Die iri­sche Mu­si­ke­rin Si­néad O’Con­nor hat­te am Wo­che­n­en­de ih­ren Selbst­mord auf Face­book an­ge­kün­digt. „Ich ha­be ei­ne Über­do­sis ge­nom­men“, pos­te­te sie, „es gibt kei­nen an­de­ren Weg, um re­spek­tiert zu wer­den.“Sie be­fin­de sich nicht zu Hau­se, son­dern in ei­nem Ho­tel „ir­gend­wo in Ir­land und un­ter ei­nem an­de­ren Na­men“. Doch die Gar­dai, die iri­sche Po­li­zei, fand schnell her­aus, wo sie steck­te: in ei­nem Ho­tel in Du­blin. Si­néad O’Con­nor wur­de in ein Kran­ken­haus in der iri­schen Haupt­stadt ge­bracht und steht dort we­gen Selbst­mord­ge­fähr­dung un­ter Be­ob­ach­tung. Sie sei al­ler­dings, gab die Po­li­zei be­kannt, „heil und un­ver­sehrt“.

Die 48-Jäh­ri­ge wur­de be­rühmt mit ih­rem Hit „Not­hing Com­pa­res 2 U“aus dem Jahr 1990. Zehn So­lo-Al­ben hat sie mitt­ler­wei­le ver­öf­fent­licht, aber ih­re mu­si­ka­li­sche Kar­rie­re ging auf ihr En­de zu. Ih­re letz­te Tour­nee sag­te sie im Ju­li we­gen Krank­heit ab. In ei­nem Face­boo­kEin­trag kurz vor der Selbst­mord­an­kün­di­gung er­klär­te O’Con­nor, dass sie „ei­nen neu­en Job, ein neu­es Le­ben“brau­che: „Die Mu­sik ist vor­bei für mich. Mu­sik hat mir dies an­ge­tan. Sie hat mich un­sicht­bar ge­macht. Mei­ne See­le er­mor­det.“

Das Pos­ting auf Face­book hat ih­re Fans alar­miert. Mehr als 9000 Kom­men­ta­re wur­den hin­ter­las­sen. „Sie braucht drin­gend Hil­fe“, schreibt ein Nut­zer. „Bit­te bleib stark. Wir lie­ben dich“, ein an­de­rer. Ih­re Fans ver­eh­ren O’Con­nor nicht nur we­gen ih­rer Mu­sik. Die Irin hat sich auch als Ak­ti­vis­tin her­vor­ge­tan, un­ter an­de­rem in ih­rem Kampf für Frau­en­rech­te und ge­gen Kin­des­miss­brauch in der ka­tho­li­schen Kir­che in Ir­land.

FOTO: IMAGO

Die Sän­ge­rin im Jahr 2011.

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