IHK kri­ti­siert Plä­ne zur Er­hö­hung der Ge­wer­be­steu­er

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALE WIRTSCHAFT -

(gap) Die In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Mitt­le­rer Nie­der­rhein hat den Haus­halts­plan­ent­wurf der Stadt Mön­chen­glad­bach für das Jahr 2016 in ei­nem Brief an Ober­bür­ger­meis­ter Hans Wil­helm Rei­ners kri­ti­siert. Die IHK stützt sich in ih­rer Stel­lung­nah­me auf ein Gut­ach­ten von Prof. Dr. Ha­rald Schoelen von der Hoch­schu­le Nie­der­rhein. „Wir ap­pel­lie­ren an die Stadt und den Rat, die Re­al­steu­er­he­be­sät­ze nicht zu ver­än­dern“, er­klärt IHKPrä­si­dent Heinz Schmidt. „Kom­mu­nen, die Steu­ern er­hö­hen, lau­fen Ge­fahr, am En­de we­ni­ger ein­zu­neh­men. Un­ter­neh­men zie­hen fort, an­sied­lungs­in­ter­es­sier­te Be­trie­be blei­ben fern.“Der Haus­halts­plan­ent­wurf der Stadt sieht ei­ne Er­hö­hung der Grund­steu­er um et­wa 23 Pro­zent vor. Die Gestal­tungs­mehr­heit im Rat möch­te sie um 19 Pro­zent er­hö­hen und die für Un­ter­neh­men noch wich­ti­ge­re Ge­wer­be­steu­er um 3,2 Pro­zent. Kei­ne kreis­freie Stär­kungs­pakt­stadt, die Ge­wer­be­steu­ern er­höht hat, ha­be da­mit im Zei­t­raum von 2011 bis 2014 ein Plus er­zie­len kön­nen, sagt IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Steinmetz. In Duis­burg, Her­ne, Leverkusen und Gel­sen­kir­chen ha­be das Mi­nus so­gar bei mehr als 15 Pro­zent ge­le­gen.

FOTO: IHK

IHK-Prä­si­dent Heinz Schmidt (l.) und Ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Steinmetz sind ge­gen die Er­hö­hun­gen.

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