Ein­heit bei der Ren­te

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK JE­DEM ZEHN­TEN RENT­NER DROHT. . ., B 3

Die Ver­tei­lungs­kämp­fe um die Mit­tel der Al­ters­si­che­rung wer­den zu­neh­men. Um­so drin­gen­der ist es, dass die Ren­ten-Sys­te­me in Ost und West end­lich an­ge­gli­chen wer­den. Die Un­ter­schie­de zwi­schen den Ren­ten im Os­ten und im Wes­ten füh­ren im­mer wie­der zu Neid-De­bat­ten. Deut­sche auf bei­den Sei­ten des frü­he­ren Grenz­ver­laufs arg­wöh­nen, dass die je­weils An­de­ren im Vor­teil sind. Ein Vier­tel­jahr­hun­dert nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ist die­ser Zu­stand in­ak­zep­ta­bel.

Die gro­ße Ko­ali­ti­on ist nicht die ers­te Bun­des­re­gie­rung, bei der das Vor­ha­ben der Ren­ten­an­glei­chung im Ko­ali­ti­ons­ver­trag steht. Ge­traut hat sich aber bis­her noch kei­ne Re­gie­rung, das hei­ße Ei­sen an­zu­pa­cken. Das Pro­blem be­steht dar­in, dass es bei ei­ner An­glei­chung der Sys­te­me im Os­ten oder im Wes­ten Ver­lie­rer ge­ben wird – wenn die Kos­ten da­für nicht ex­or­bi­tant hoch sein sol­len. Zu­dem ist das Ren­ten­sys­tem so kom­pli­ziert, dass sich ei­ne An­glei­chung her­vor­ra­gend für po­pu­lis­ti­sche De­bat­ten aus­schlach­ten lässt. Wir brau­chen den­noch end­lich ei­ne Re­gie­rung, die den Mumm hat, das Sys­tem um­zu­stel­len. BE­RICHT

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