Youtu­be-Blo­cka­de

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

„Sie sind die schlimms­te Be­dro­hung der Ge­sell­schaft“, sag­te der da­ma­li­ge tür­ki­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan 2013 über so­zia­le Me­di­en. Da­mals be­nutz­ten Re­gime­kri­ti­ker Youtu­be und Co., um Bil­der ih­rer Pro­tes­te welt­weit zu ver­brei­ten. Doch schon län­ger war der tür­ki­schen Re­gie­rung Youtu­be ein Dorn im Au­ge ge­we­sen. We­gen Vi­de­os, die Re­pu­blik­grün­der Musta­fa Ke­mal Ata­türk be­lei­di­gen, ließ die Re­gie­rung von 2008 bis 2010 Youtu­be blo­ckie­ren. Zu Un­recht, wie jetzt der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof für Men­schen­rech­te in Straß­burg (EGMR) ur­teil­te. „Die Tür­kei hat mit der YoutubeB­lo­cka­de ge­gen die In­for­ma­ti­ons­frei­heit ver­sto­ßen“, rüg­ten die Rich­ter. Er­do­gan ist die Rü­ge gleich. We­gen ei­nes von ihm er­las­se­nen Ge­set­zes darf er in der Tür­kei al­les im Netz sper­ren las­sen. KT

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