Flug auf Vor­abend ver­legt: Air­line muss ent­schä­di­gen

Rheinische Post Moenchengladbach - - WISSEN -

LANDS­HUT (dpa) Wenn ein Pas­sa­gier von ei­nem Flug am Mor­gen auf ei­nen Flug am Vor­abend um­ge­bucht wird, muss die Air­line ihm ei­ne Ent­schä­di­gung zah­len. Denn hin­sicht­lich des ur­sprüng­li­chen Flu­ges ist der Kun­de nicht be­för­dert wor­den. Und in ei­nem sol­chen Fall wird nach EU-Recht ei­ne Aus­gleichs­zah­lung fäl­lig. Das ent­schied das Land­ge­richt Lands­hut (Az.: 12 S 2435/14), wie die Deut­sche Ge­sell­schaft für Rei­se­recht in der Zeit­schrift „Rei­se­Recht ak­tu­ell“be­rich­tet.

In dem ver­han­del­ten Fall woll­te der Klä­ger mit sei­ner Frau und sei­nen zwei Kin­dern von München über Ma­drid nach Lan­za­ro­te flie­gen. Der Flug soll­te an ei­nem Sonn­tag­mor­gen statt­fin­den. Zwei Ta­ge zu­vor wur­de der Klä­ger mit sei­ner Fa­mi­lie aber auf ei­nen Flug am Vor­abend um­ge­bucht. Nach An­sicht des Land­ge­richts lag ein Fall von Nicht­be­för­de­rung des ur­sprüng­lich ge­buch­ten Flu­ges vor. Die Klä­ger hät­ten schließ­lich kei­nenVor­abend­flug nach Ma­drid mit Über­nach­tung ge­bucht, son­dern ei­nen Flug am Sonn­tag nach Lan­za­ro­te. Die Rei­se ha­be sich um ei­ne Nacht ver­län­gert, was mit Läs­tig­kei­ten ver­bun­den ge­we­sen sei. Und da­vor soll die EU-Ver­ord­nung schüt­zen.

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