Rhe­ydter Fech­ter ge­nie­ßen ihr Heim­spiel

Das all­seits be­lieb­te Ni­ko­laus­tur­nier ver­eint die teils in­ter­na­tio­nal Ak­ti­ven des Rhe­ydter TV.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON SE­BAS­TI­AN EUSSEM

FECH­TEN Wer sich in Mön­chen­glad­bach mit der Sport­art Fech­ten be­schäf­tigt, kommt nicht an ihr vor­bei. Dies mag für so man­chen Geg­ner der ehe­ma­li­gen Leis­tungs­Kämp­fe­rin ge­gol­ten ha­ben, heu­te steht die­se Fest­stel­lung für die ge­ball­te Er­fah­rung der Ab­tei­lungs­lei­te­rin Fech­ten beim Rhe­ydter TV: Ma­ri­an­na Kamp­ka, einst drei­ma­li­ge deut­sche Vi­ze-Meis­te­rin, und Sechs­te bei Eu­ro­pa­meis­ter­schaf­ten, hat sich vor vie­len Jah­ren in die wei­ße Kampf­sport­art ver­liebt: „Fech­ten ist ein ed­ler Sport“, sagt sie. Auch jun­ge Sport­ler fin­den jähr­lich Zu­gang zu Sä­bel und De­gen.

Ger­ne spricht Kamp­ka über die am­bi­tio­nier­ten Ta­len­te ih­res Ver­eins, die in der Ver­gan­gen­heit den Weg in pro­fes­sio­nel­le Leis­tungs­zen­tren ge­fun­den ha­ben. Er­wähnt sei­en zum Bei­spiel Mar­co Brinkmann (nun Bay­er Leverkusen), Flo­ri­na Mar­kov­ski oder Li­sa Oden­thal. Auch die ak­tu­el­len Nach­wuchs-Fech­ter mach­ten mit ih­ren Leis­tun­gen auf sich auf­merk­sam: Die B-Ju­nio­rin- nen Fran­zis­ka Köll­schen, Merle Ten­nie und Na­stas­ja Car­pan­tier tre­ten bei den Qua­li­fi­ka­ti­ons-Tur­nie­ren zur deut­schen Meis­ter­schaf­ten an, wäh­rend die Her­ren-Mann­schaft, be­ste­hend aus Jo­nas Bäh­ren, Tobias Bäh­ren und Si­mon Fruh im Ein­zel und in der Mann­schaft am Deutsch­land­po­kal teil­nimmt. Dort ge­lang kürz­lich in der Ers­ten Run­de ein über­ra­schen­der 45-36-Er­folg ge­gen den Fa­vo­ri­ten vom So­lin­ger TB. Zu­rück­zu­füh­ren sind sol­che Er­fol­ge nicht zu­letzt auf die akri­bi­sche Ar­beit der Trai­ner: „Holger Hand­werk und Ge­org Bieß­ner leis­ten erst­klas­si­ge Ar­beit“, sagt Kamp­ka.

Erst­klas­sig wa­ren auch die Re­sul­ta­te der bei­den Glad­ba­cher Fech­ter Jan So­mer und Rai­ner Voß­kämp­fer, die bei der Eu­rop­meis­ter­schaft in Kroa­ti­en un­ter 140 Star­tern Platz 19 und 67 er­reich­ten. „Un­se­re Sport­ler trai­nie­ren zwei mal wö­chent­lich, bei uns steht der Brei­ten­sport im Vor­der­grund“, sagt Kamp­ka. Um­so er­staun­li­cher, dass im Ver­gleich zu den na­he ge­le­ge­nen Leis­tungs­zen­tren der Mön­chen­glad­ba­cher Fecht-Sport häu­fig mit­hal­ten kann.

Ne­ben dem Be­such von in­ter­na­tio­na­len Tur­nie­ren kommt man in die­sen Ta­gen aber auch im­mer ger­ne „nach Hau­se“, wenn der Rhe­ydter TV sein Ni­ko­laus­tur­nier ver­an­stal­tet. Die­ses Tur­nier ist gleich­zei­tig die Glad­ba­cher Stadt­meis­ter­schaft, da al­le ak­ti­ven Fech­ter beim Rhe­ydter Ver­ein an­ge­mel­det sind. „Das Tur­nier ist für vie­le das High­light des Jah­res. Die At­mo­sphä­re ist ganz be­son­ders und sehr fa­mi­li­är“, sagt Si­na Frahn. Sie ist dem Sport be­reits seit über 20 Jah­ren ver­bun­den. 48 Teil­neh­mer aus den ei­ge­nen Rei­hen foch­ten die städ­ti­schen Meis­ter in der Hal­le Rhe­ydt aus. Ne­ben den 15 ge­misch­ten Er­wach­se­nen, 25 Kin­dern und Ju­gend­li­chen sam­mel­ten auch acht „Fecht-Kids“oh­ne Tur­nier-Taug­lich­keits-Prü­fung ers­te Tur­nier-Er­fah­run­gen.

FOTO: PRIVAT

Grup­pen­bild mit Sie­gern: Die Ge­win­ner des Ni­ko­laus­tur­niers des Rhe­ydter TV dür­fen sich tra­di­tio­nell auch Stadt­meis­ter nen­nen.

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