Bay­ern-So­lo ge­stoppt

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON RO­BERT PE­TERS

Die Re­vo­lu­ti­on fand nicht ein­mal im Saa­le statt. Die gro­ßen Bay­ern und das klei­ne St. Pau­li hat­ten den Ein­druck er­weckt, die Deut­sche Fuß­ball Li­ga (DFL) kön­ne im Streit um das Sys­tem der Rech­te­ver­mark­tung zer­bre­chen.

Da­von ist kei­ne Re­de mehr. Die Li­ga wird wei­ter nach dem So­li­da­ri­täts­prin­zip han­deln und das Geld aus den TV-Rech­ten nach dem Leis­tungs­schlüs­sel an al­le Pro­fi­klubs aus­schüt­ten. Der FC St. Pau­li hat­te vor ei­ner Ver­samm­lung der 36 Pro­fi­ver­ei­ne mal laut dar­über nach­ge­dacht, Werks­klubs und von Mä­ze­nen do­mi­nier­te Ver­ei­ne von der zen­tra­len Ver­mark­tung aus­zu­schlie­ßen. Der FC Bay­ern nör­gel­te über zu ge­rin­ge Ein­nah­men und spe­ku­lier­te ver­nehm­lich über ei­nen Al­lein­gang in die Ein­zel­ver­mark­tung.

Die Münch­ner tun gut dar­an, sich dem So­li­da­ri­täts­prin­zip zu un­ter­wer­fen. Auch wenn sie den größ­ten An­teil am TV-Um­satz der Bun­des­li­gaklubs ha­ben, brau­chen sie den na­tio­na­len Wettbewerb. Selbst wenn die­ser Wettbewerb seit ein paar Jah­ren eben­falls ein Al­lein­gang der Münch­ner ist. Das muss ja nicht so blei­ben. BE­RICHT

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