Er­heb­lich mehr Ab­schie­bun­gen am Flug­ha­fen als 2014

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

DÜSSELDORF (epd) Die Ab­schie­be­be­ob­ach­te­rin der Dia­ko­nie Rhein­land-West­fa­len-Lip­pe, Da­lia Höh­ne, hat am Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen ei­nen deut­li­chen An­stieg der so­ge­nann­ten Rück­füh­run­gen ab­ge­lehn­ter Asyl­be­wer­ber fest­ge­stellt. „Bis En­de des Jah­res rech­nen wir mit rund 5000 Ab­schie­bun­gen“, sag­te sie. Im ver­gan­ge­nen Jahr sei­en es we­ni­ger als 2000 ge­we­sen. Der An­stieg sei auch ei­ne Fol­ge der neu­en Asyl­re­form, nach der recht­mä­ßig ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber mög­lichst schnell ab­ge­scho­ben wer­den sol­len.

Der­zeit fin­den nach Höh­nes An­ga­ben ein- bis zwei­mal in der Wo­che von Düsseldorf aus Sam­mel­ab­schie­bun­gen statt. Als un­ab­hän­gi­ge Be­ob­ach­te­rin ach­te sie dar­auf, dass es bei den Ab­schie­bun­gen zu kei­nen Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen kom­me, et­wa, dass kei­ne kran­ken Men­schen das Flug­zeug be­stei­gen, Fa­mi­li­en mög­lichst nicht ge­trennt wer­den und es nicht zu un­ver­hält­nis­mä­ßi­gen Fes­se­lun­gen kommt.

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