Zum Bröt­chen gibt’s was Net­tes da­zu

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA - IN­GE SCHNETTLER

Das ist das Lie­bens­wer­te am Nie­der­rhein. Zum stink­nor­ma­len Bröt­chen krie­gen Sie im­mer noch was Net­tes da­zu: ein freund­li­ches Lä­cheln auf je­den Fall, ei­nen Kom­men­tar zum Wetter auch – Le­bens­weis­hei­ten gibt es oben­drauf. So et­wa: Neh­men Sie doch noch was Sü­ßes für hin­ter­her. Und gu­cken Sie mal, das Brot ist im An­ge­bot. Grei­fen Sie zu, man lebt ja schließ­lich nur ein­mal! Be­packt mit lau­ter le­cke­ren Din­gen und bes­tens ge­launt ver­las­sen Sie die Bä­cke­rei. So ist das hier. Ganz an­ders an­ders­wo in Deutsch­land. Sie be­tre­ten den La­den, sa­gen Gu­ten Tag. Falsch – es heißt Grüß Gott! Sie be­stel­len ein Bröt­chen. Falsch – es heißt Sem­mel. Sie kau­fen ge­nau ein Bröt­chen – par­don: ei­ne Sem­mel – und ver­las­sen den La­den. Mit schlech­ter Lau­ne. Ich bin gern da, wo die Men­schen mich nie mit nur ei­nem Bröt­chen ge­hen­las­sen.

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