Baustart an Pe­ter-Non­nen­müh­len-Al­lee

Es soll Glad­bachs ers­te Adres­se wer­den: Ges­tern war Spa­ten­stich für das Bau­pro­jekt am Bun­ten Gar­ten. Ins­ge­samt 140 Wohn­ein­hei­ten ent­ste­hen an­stel­le der al­ten En­g­län­der-Häu­ser. 60 Pro­zent des Quar­tiers sol­len be­grünt wer­den.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON JAN SCHNETTLER

„Täg­lich dran vor­bei­jog­gen“wer­de er auf sei­ner mor­gend­li­chen Run­de, sagt Hans Wil­helm Rei­ners. Je­den Tag kann der Ober­bür­ger­meis­ter dann ver­fol­gen, wie dort, wo 60 Jah­re lang Bri­ten­häu­ser das Are­al rund um die Pe­ter-Non­nen­müh­len-Al­lee präg­ten, ein mo­der­nes Wohn­ge­biet ent­steht, das die Ma­cher selbst­be­wusst als „Mön­chen­glad­bachs ers­te Adres­se“be­zeich­nen. Und er wol­le auch re­gel­mä­ßig nach­se­hen, ob nicht aus Ver­se­hen „ein Bag­ger aus­rutscht“und ei­nen der schüt­zens­wer­ten Bäu­me auf dem Ge­län­de be­schä­digt, schiebt Rei­ners halb im Scherz hin­ter­her.

Sei­ne Wort­wahl beim gest­ri­gen Spa­ten­stich macht deut­lich: Der Weg zu die­sem Baustart war ein stei­ni­ger, ver­han­delt wur­de lan­ge mit har­ten Ban­da­gen. Jetzt aber wer­den end­lich Fak­ten ge­schaf­fen. Ab so­fort wird für die ers­ten vier Punkt­häu­ser mit 30 Ei­gen­tums­woh­nun­gen und 40 Tief­ga­ra­gen­stell- Hans Wil­helm Rei­ners

Ober­bür­ger­meis­ter 70 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert die Pro­jekt­ge­sell­schaft Bun­ter Gar­ten MG Gm­bH & Co. KG in das Pro­jekt. Die Re­so­nanz war von An­fang an im­mens: „Be­reits vor dem of­fi­zi­el­len Ver­triebs­start wur­den über die Hälf­te der Ein­hei­ten ver­kauft oder re­ser­viert“, sagt Achim Er­ner, ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter der Köl­ner Ide­al As­sets Gm­bH, die zu­sam­men mit der Lang & Cie. Rhein-Ruhr Re­al Esta­te AG das Bau­her­ren-Duo und die Pro­jekt­ge­sell­schaft bil­det.

Rund 60 Pro­zent des neu­en Quar­tiers mit 18.500 Qua­drat­me­tern Wohn­flä­che sol­len auf­wän­dig be­grünt wer­den. Am Schü­ren­weg ent­ste­he durch die um 15 Me­ter zu­rück­ge­setz­ten Bau­kör­per zu­sätz­li­cher Grün­raum – das war ei­ne zen­tra­le For­de­rung vie­ler An­woh­ner ge­we­sen. Das Wohn­kon­zept ist ge­ne­ra­ti­ons­über­grei­fend an­ge­legt; so ent­ste­hen et­wa so ge­nann­te „Lock­outs“, ei­ne Art Ein­lie­ger­woh­nung für Au-pair-Mäd­chen oder Pfle­ge­per­so­nal, die bei Be­darf „zu­ge­schal­tet“wer­den kön­nen. Das Bau­pro­jekt, für das die Ar­chi­tek­ten a+m und Astoc ver­ant­wort­lich zeich­nen, soll den Bun­ten Gar­ten für den ge­ho­be­nen Mit­tel­stand öff­nen – aber bei­spiels­wei­se auch Vil­len­be­sit­zer aus dem di­rek­ten Um­feld an­spre­chen, de­nen ih­re Häu­ser im Al­ter zu groß ge­wor­den sind.

„Hier ver­än­dert sich ein Stück Stadt­ge­schich­te“, sagt Rei­ners. Die Zei­ten, in de­nen bri­ti­sche Sol­da­ten und ih­re An­ge­hö­ri­gen die Stadt präg­ten, sei­en für die­se gut und wich­tig ge­we­sen, aber auch längst vor­bei. An der Vor­be­rei­tung des Be­bau­ungs­plans hat er in an­de­rer Po­si­ti­on maß­geb­lich mit­ge­wirkt, und er sagt: „Ich bin si­cher, dass er recht­li­chen Über­prü­fun­gen stand­hält.“Da­mit spricht er die ju­ris­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit ei­nem An­woh­ner an, die aber kei­nem der Ver­ant­wort­li­chen erns­te Sor­gen be­rei­ten.

„Hier ver­än­dert

sich ein Stück Stadt­ge­schich­te“

FOTOS: ISA­BEL­LA RAUPOLD, DETLEF ILGNER (ARCHIV), VI­SUA­LI­SIE­RUNG: BUN­TER GAR­TEN MG

Tech­ni­scher Lei­ter Gün­ter Lux (v.l.), OB Hans Wil­helm Rei­ners und die Bau­her­ren Rolf Mül­ler und Achim Er­ner beim gest­ri­gen Spa­ten­stich. Seit An­fang Ok­to­ber und wohl noch bis zum Jah­res­wech­sel wer­den die al­ten Bri­ten­häu­ser ab­ge­ris­sen, da­mit das Neu­bau­pro­jekt ent­ste­hen kann.

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