Chest­pain-Unit im Be­thes­da er­folg­reich zer­ti­fi­ziert

In der Ein­rich­tung kom­men Pa­ti­en­ten mit aku­ten, un­kla­ren Brust­schmer­zen. Kar­dio­lo­gen sind rund um die Uhr vor Ort.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(RP) Ei­ne Chest­pain-Unit gibt es am Kran­ken­haus Be­thes­da schon län­ger. Hier wer­den Pa­ti­en­ten mit aku­ten, un­kla­ren Brust­schmer­zen auf­ge­nom­men. Es wird mög­lichst rasch ge­klärt, ob es sich um ei­ne Herz­er­kran­kung han­delt oder an­de­re Grün­de wie ei­ne Lun­gen­em­bo­lie für die Schmer­zen vor­lie­gen. Dann wird so schnell wie mög­lich ei­ne ent­spre­chen­de Be­hand­lung ein­ge­lei­tet. Jetzt wur­de die Chest­pain-Unit des Be­thes­da als zwei­te Ein­rich­tung in Mön­chen­glad­bach von der Deut­schen Ge­sell­schaft für Kar­dio­lo­gie er­folg­reich zer­ti­fi­ziert.

„Die Zer­ti­fi­zie­rung ist ein auf­wän­di­ger Pro­zess“, er­klärt Dr. Cars­ten Sto­e­pel, Chef­arzt der Kar­dio­lo­gie, „bei dem ex­ter­ne Fach­leu­te vor Ort au­di­tie­ren, Mit­ar­bei­ter be­fra­gen und Pro­zes­se über­prü­fen.“Es wer- den die räum­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und die per­so­na­le Aus­stat­tung im me­di­zi­ni­schen und pfle­ge­ri­schen Be­reich ge­prüft, die Aus­bil­dung der Mit­ar­bei­ter und Ko­ope­ra­tio­nen mit ex­ter­nen Part­nern wie der Ge­fäß­chir­ur­gie oder der Herz­chir­ur­gie. Es wird kon­trol­liert, wie die Be­hand­lungs­pro­zes­se ab­lau­fen und ob die Ver­sor­gung der Pa­ti­en­ten schnellst­mög­lich und den in­ter- na­tio­na­len Be­hand­lungs­stan­dards ent­spre­chend er­folgt.

Bei ei­nem Herz­in­farkt bei­spiels­wei­se muss die ra­sche Ver­sor­gung im Herz­ka­the­ter­la­bor ge­währ­leis­tet sein. „Das wird ,Door-to-bal­loonZeit’ ge­nannt“, sagt Sto­e­pel. Bei ei­nem be­reits er­kann­ten Herz­in­farkt kommt der Pa­ti­ent di­rekt aus dem Ret­tungs­wa­gen ins Ka­the­ter­la­bor, wo die Eng­stel­le mit­tels Ka­the­ter und Bal­lon auf­ge­dehnt wird, um die Durch­blu­tung wie­der her­zu­stel­len. Da­für ste­hen rund um die Uhr und an al­len Ta­gen der Wo­che spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Kar­dio­lo­gen zur Ver­fü­gung. Weil auch Herz­in­farkt­pa­ti­en­ten durch­aus selbst zu Fuß ins Kran­ken­haus kom­men, ist auch das Am­bu­lanz­per­so­nal ent­spre­chend ge­schult, da­mit es nicht zu ge­fähr­li­chen Ver­zö­ge­run­gen kommt.

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