Au­di-Chef muss zum Rap­port

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

IN­GOL­STADT (rtr) In der Af­fä­re um ma­ni­pu­lier­te Ab­gas-Wer­te muss­te der Vor­stands­chef von Au­di ges­tern dem Auf­sichts­rat Re­de und Ant­wort ste­hen. Ru­pert Stad­ler muss­te den Kon­trol­leu­ren dar­le­gen, wie es zum Skan­dal kom­men konn­te und wie die Auf­klä­rung vor­an­geht. Der 52Jäh­ri­ge steht un­ter Druck, seit vor knapp zwei Wo­chen be­kannt wur­de, dass auch Au­di ei­ne nach USRecht als il­le­gal gel­ten­de Soft­ware bei Drei-Li­ter-Die­sel­mo­to­ren ein­ge­baut hat­te. Auch die Tä­tig­keit des 52-Jäh­ri­gen für drei Pri­vat­stif­tun­gen der Fa­mi­lie Piëch sorgt laut „Süd­deut­scher Zei­tung“für Ver­är­ge­rung.

Dass der Ma­na­ger des­halb sei­nen Chef­pos­ten in In­gol­stadt ver­liert, glau­ben Ken­ner des Un­ter­neh­mens aber nicht. Doch die Zen­tra­le will Au­di nun eng kon­trol­lie­ren. Auf der Ta­ges­ord­nung des Auf­sichts­rats stand ges­tern auch die Wahl von Mat­thi­as Mül­ler zum neu­en Chef­kon­trol­leur. Mül­ler ver­sucht als neu­er Volks­wa­gen-Chef, den an­ge- schla­ge­nen Kon­zern wie­der in ru­hi­ge­res Fahr­was­ser zu brin­gen.

Der Kon­zern ist Au­dis Er­folg an­ge­wie­sen. Au­di ist für Volks­wa­gen Er­trags­per­le, Tech­nik- und Ka­der­schmie­de zu­gleich. So ist Au­di im VW-Reich zu­stän­dig für die Ent­wick­lung gro­ßer Mo­to­ren mit drei Li­tern Hu­b­raum. Der von den In­gol­städ­tern ent­wi­ckel­te Sechs­zy­lin­derDie­sel­mo­tor V6-TDI wird in die Mo­del­le A7, A8, Q7 und A5 so­wie in den Por­sche Cay­enne oder den VW Toua­reg ein­ge­baut.

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