Haus­tie­re kön­nen steu­er­lich ab­ge­setzt wer­den

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

DÜSSELDORF (RP) Die Be­treu­ung von Haus­tie­ren kann steu­er­lich als haus­halts­na­he Di­enst­leis­tung ab­ge­setzt wer­den. Das geht aus ei­nem Ur­teil des Bun­des­fi­nanz­hofs her­vor (Az. VI R 13/15). Haus­tier­be­sit­zer kön­nen da­mit künf­tig Tä­tig­kei­ten wie Füt­tern, Fell­pfle­ge oder das Aus­füh­ren ih­rer Tie­re steu­er­lich ab­set­zen, so­fern sie da­mit ei­nen Di­enst­leis­ter be­auf­tra­gen. Ge­klagt hat­ten Kat­zen­hal­ter, die das Tier wäh­rend ih­res Ur­laubs in der ei­ge­nen Woh­nung be­treu­en lie­ßen. Der An­bie­ter stell­te ih­nen da­für ei­nen Be­trag von 302,90 Eu­ro in Rech­nung – für den die Kat­zen­hal­ter wie­der­um in der Ein­kom­mens­steu­er­er­klä­rung ei­ne Steu­er­er­mä­ßi­gung be­an­trag­ten. Das Fi­nanz­amt ver­wei­ger­te die An­er­ken­nung, doch das Ge­richt gab den Klä­gern recht. Aus Sicht des Neu­en Ver­bands der Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ei­ne (NVL) kön­nen da­mit künf­tig nicht nur Kos­ten für Hund, Kat­ze und Ka­nin­chen ab­ge­setzt wer­den. „Auch die Pfle­ge von Pflan­zen kann för­der­fä­hig sein“, sagt NVL-Ge­schäfts­füh­rer Uwe Rau­höft.

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