Bo­rus­sia-Park: Wei­ter län­ge­re War­te­zei­ten für Sta­di­on­be­su­cher

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA - VON TIM SPECKS

Auch für die kom­men­den Heim­spie­le der Bo­rus­sia wie die Par­tie ge­gen Bay­ern müs­sen sich Zu­schau­er auf län­ge­re War­te­zei­ten am Sta­di­on-Ein­lass ein­stel­len. Bo­rus­sia bit­tet des­halb wei­ter um ei­ne mög­lichst frü­he An­rei­se zum Sta­di­on. Sonst könn­te bei ei­ni­gen Fans, wie rund um den his­to­ri­schen ers­ten Heim­sieg in der Cham­pi­ons Le­ague ge­gen den FC Se­vil­la, trotz schö­ner Er­in­ne­run­gen ein fa­der Bei­ge­schmack zu­rück­blei­ben. Denn in der Eu­ro­pa­po­kal-Nacht hat­ten ei­ni­ge Zu­schau­er vor dem Spiel der­art lan­ge am Ein­lass ge­war­tet, dass sie die ers­ten Mi­nu­ten der Be­geg­nung ver­pass­ten.

„Wir ha­ben über 50 Mi­nu­ten im Re­gen ge­stan­den und konn­ten nur hö­ren, wie die Mann­schaft vor­ge­stellt und die Hym­ne ge­spielt wur­de“, sagt Jan Hen­drik Kren­zi­en, der ein Ti­cket für die Ost­tri­bü­ne be­saß. Die ers­te Vier­tel­stun­de des Spiels muss­te er wie vie­le an­de­re Fans von den Ein­lass­to­ren aus mit den Oh­ren ver­fol­gen. Mit rund ei­ner St­un­de Vor­lauf sei­en die War­ten­den je­doch recht­zei­tig vor dem An­pfiff der Par­tie am Sta­di­on ge­we­sen, fin­det Kren­zi­en. „Das är­gert mich sehr.“Na­tür­lich sol­le das Sta­di­on si­cher sein, er ver­ste­he auch die Sor­ge vor mög­li­chen An­schlä­gen. Je­doch sei es frag­lich, war­um bei ei­nem Li­ga­spiel, bei dem deut­lich mehr Zu­schau­er im Sta­di­on sei­en, kei­ne lan­gen Schlan­gen und War­te­zei­ten auf­kä­men.

„Auf­grund der Be­sorg­nis we­gen der Vor­komm­nis­se in Pa­ris wur­den die Kon­trol­len ver­schärft, was auch im Vor­hin­ein mit­ge­teilt wur­de“, er­klärt Bo­rus­sia-Spre­che­rin Hei­ke Fren­ken. Dies galt be­reits für das Bun­des­li­ga-Spiel ge­gen Han­no­ver 96, aber auch vor der Par­tie ge­gen Se­vil­la wur­de streng kon­trol­liert. „Die Ue­fa hat sehr viel Wert auf die Kon­trol­len ge­legt“, sagt Hei­ke Fren­ken. Mög­li­cher­wei­se sei auch ein Stau auf dem Weg zum Sta­di­on Grund da­für ge­we­sen, dass so vie­le Zu­schau­er ver­spä­tet ins Sta­di­on ka­men.

In ei­nem Brief an Jan Hen­drik Kren­zi­en nimmt Bo­rus­si­as Ord­nungs­dienst zu sei­nen Vor­wür­fen Stel­lung. Die An­zahl von ge­stell­tem Ord­ner­per­so­nal sei an­ge­mes­sen ge­we­sen, je­doch wür­den die Maß­nah­men zum nächs­ten Bun­des­li­ga­Heim­spiel ge­gen den FC Bay­ern München noch ein­mal über­prüft und, so­fern mög­lich, an­ge­passt.

Ge­ne­rell wirbt Fren­ken um Ver­ständ­nis für die Maß­nah­men. „Je­der möch­te, dass die Si­cher­heit ge­währ­leis­tet ist – da müs­sen auch län­ge­re War­te­zei­ten in Kauf ge­nom­men wer­den.“

Wie lan­ge es noch zu ver­stärk­ten Kon­trol­len rund um das Sta­di­on kommt, lässt sich laut Hei­ke Fren­ken nicht ab­schät­zen: „Wir war­ten die wei­te­re Ent­wick­lung der Si­cher­heits­la­ge ab und schau­en von Spiel zu Spiel.“

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