Das The­ma Bet­ten­steu­er ist end­gül­tig vom Tisch

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON AN­GE­LA RIET­DORF

CDU-Rats­herr Fred Hend­ricks greift gleich nach den Ster­nen. Er ist über­zeugt, dass die ge­plan­ten Steu­er­er­hö­hung hel­fen, das Ziel ei­ner sau­be­ren Stadt zu ver­wirk­li­chen, ja aus Mön­chen­glad­bach so­gar „die sau­bers­te Stadt des Uni­ver­sums zu ma­chen“. Das ist doch wirk­lich mal ein Ziel, das die Er­hö­hung der Grund- und Ge­wer­be­steu­er recht klein wir­ken lässt.

Der He­be­satz der Grund­steu­er B soll von 520 auf 620 Pro­zent an­ge­ho­ben wer­den, die Ge­wer­be­steu­er von 475 auf 490 Pro­zent. So sieht es der Frak­ti­ons­an­trag von CDU und SPD vor und so hat es der Fi­nanz­aus­schuss ge­gen die Stim­men von Grü­nen, Lin­ken und FDP ver­ab­schie­det.

„Das ist ein un­ter­neh­me­ri­scher Weg“, er­klärt Hans Pe­ter Schle­gel­milch (CDU) bei der De­bat­te über den städ­ti­schen Haus­halt. „Wir müs­sen in die Stadt in­ves­tie­ren und sie nicht ka­putt spa­ren.“Die FDP kön­ne der Steu­er­er­hö­hung nicht zu­stim­men, weil sie über die Not­wen­dig­kei­ten, die im Haus­halts­sa­nie­rungs­plan fest­ge­legt sei­en, hin­aus­ge­he, er­klärt Burk­hard Küpper.

Die Grü­nen hät­ten gern den Schwer­punkt des Haus­halts nicht so sehr auf die Sau­ber­keit, son­dern stär­ker auf das So­zia­le ge­legt, und die Lin­ke hat ei­nen di­cken Än­de­rungs­ka­ta­log er­ar­bei­tet, der un­ter an­de­rem ei­ne sieb­te Ge­samt­schu­le for­dert. Doch die drei Par­tei­en konn­ten sich mit ih­ren Än­de­rungs­vor­schlä­gen am En­de nicht durch­set­zen.

Mit der Ver­ab­schie­dung der Steu­er­er­hö­hun­gen im Be­reich Grund­und Ge­wer­be­steu­er ist auch die Bet­ten­steu­er für die Ho­tels in Mön­chen­glad­bach end­lich vom Tisch. „Die Ver­wal­tung hält nicht an der Be­her­ber­gungs­steu­er fest, wenn die Steu­er­er­hö­hung kommt“, sagt Käm­me­rer Bernd Ku­ckels und zeigt sich durch­aus zu­frie­den, als die Vor­la­ge er­war­tungs­ge­mäß ab­ge­lehnt wird.

Dis­kus­sio­nen gibt es um die Ein­la­ge von städ­ti­schen Grund­stü­cken in die EWMG. Da­bei geht es we­ni­ger um die Tat­sa­che, dass der Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Mön­chen­glad­bach als städ­ti­scher Toch­ter Grund­stü­cke zur Ver­mark­tung über­tra­gen wer­den als um das Fi­nanz­kon­strukt, das hin­ter EWMG und NEW steht. Die EWMG hält wie die Stadt An­tei­le an der NEW und be­kommt An­tei­le am Ge­winn, muss aber auch Ver­lus­te de­cken. „Das Fi­nan­zie­rungs­kon­strukt muss über­dacht wer­den“, meint der Käm­me­rer. „Die EWMG hängt am Er­geb­nis der NEW.“Der Er­geb­nis­trans­fer sei in Zei­ten der Zins­schmel­ze nicht mehr aus­kömm­lich, sagt auch Schle­gel­milch.

Der Über­tra­gung der Grund­stü­cke stimmt die Aus­schuss­mehr­heit je­doch zu.

MA­NUE­LA BRÜLLS

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