Bo­rus­sia setzt vor Bay­ern-Spiel auf Ge­las­sen­heit

Trai­ner An­dré Schu­bert will ganz be­wusst den Ein­druck ver­mei­den, das Du­ell mit Pep Guar­dio­la sei et­was Spe­zi­el­les.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT - VON STE­FAN KLÜTTERMANN

MÖN­CHEN­GLAD­BACH Ein ganz be­stimm­tes Bild von sich woll­te An­dré Schu­bert im Vor­feld des mor­gi­gen Spiels ge­gen den FC Bay­ern (15.30 Uhr) auf kei­nen Fall ver­mit­teln. Das war ges­tern Mit­tag im Bo­rus­si­aPark deut­lich zu spü­ren. Bo­rus­si­as Chef­trai­ner war in sei­nen Aus­sa­gen sehr dar­an ge­le­gen, nicht wie ein auf­schau­end-schwär­men­der Neu­ling auf der Bun­des­li­ga­bank zu wir­ken, der all­zu vor­freu­dig dem Du­ell mit dem gro­ßen Pep Guar­dio­la ent­ge­gen­blickt. „Er ist ein Trai­ner­kol­le­ge aus der Bun­des­li­ga“, sag­te Schu­bert zual­ler­erst auf die Fra­ge, was Bay­erns ka­ta­la­ni­scher Coach für ihn be­deu­te.

Mit be­ton­ter Un­auf­ge­regt­heit, aber oh­ne groß­spu­ri­ge Tö­ne – so stellt sich Schu­bert, so stel­len sich die Bo­rus­sen ins­ge­samt dem Di­lem­ma, dass es für den Geg­ner der Über-Bay­ern eben nicht die ei­ne op­ti­ma­le Rol­le gibt, aus der her­aus er ge­gen sie an­tritt. „Wir al­le wis­sen, dass wir ge­gen die ak­tu­ell wahr­schein­lich bes­te Mann­schaft der Welt spie­len“, sag­te Schu­bert, „aber wir wer­den uns nicht nur ein­igeln und ver­su­chen, ein Er­geb­nis zu ver­tei­di­gen.“

Das In­ter­es­se der Öf­fent­lich­keit ist oh­ne­hin groß ge­nug vor die­sem Klas­si­ker, das wis­sen sie in Glad­bach. Und in­so­fern ver­su­chen sie mit Schu­bert in vor­ders­ter Li­nie, dem mit de­mons­tra­ti­ver Nor­ma­li­tät ent­ge­gen­zu­tre­ten. „Die Vor­be­rei­tung auf Bay­ern München läuft wie ge­gen je­den an­de­ren Geg­ner auch. Klar, das Show-Ge­plän­kel im Vor­feld ist ein biss­chen grö­ßer. Aber das liegt ja nicht an uns“, sagt Schu­bert. Sport­di­rek­tor Max Eberl hält eben­falls nichts da­von, zu be­mes­sen, ob es in die­sen Wo­chen ge­gen die Bay­ern, die bis­lang in 14 Li­ga­spie­len 40 von 42 Punk­ten hol­ten, noch ein biss­chen schwie­ri­ger sei als sonst. „So lan­ge ich da­bei sein darf in der Bun­des­li­ga, war es im­mer schwer, die Bay­ern zu be­spie­len. Sie sind im­mer das Maß al­ler Din­ge“, sag­te Eberl.

In­des: In der Vor­sai­son hat­ten es die so of­fen­siv­star­ken Bay­ern eben nicht fer­tig­ge­bracht, in 180 Bun­des- li­ga­mi­nu­ten auch nur ein Tor ge­gen Glad­bach zu schie­ßen. 0:0 en­de­te das Hin­spiel, 2:0 ge­wan­nen die Bo­rus­sen im März in München. Das vor al­lem nährt die­ser Ta­ge die Hoff­nung, dass Guar­dio­las Go­li­ath viel- leicht ja am Nie­der­rhein mal ins Stol­pern ge­ra­ten könn­te. Al­ler­dings wer­den fünf Pro­fis, die im März in Bo­rus­si­as Start­elf stan­den, mor­gen nicht zum Ein­satz kom­men kön­nen, wes­we­gen Schu­bert dann auch kein gro­ßer Fan des Rück­blicks in der Vi­deo­ana­ly­se ist. „Die Jungs wür­den ziem­lich ko­misch gu­cken, wenn ich ih­nen im­mer wie­der Sze­nen zei­gen wür­de von Spie­lern, die nicht mehr da­bei sind oder mo­men­tan nicht da­bei sein kön­nen. Wir müs­sen dar­auf set­zen, was wir zu­letzt gut ge­macht ha­ben“, sag­te er.

Dass Bo­rus­sia auf ei­ne recht­zei­ti­ge Rück­kehr von Ibo Tra­o­ré (Zer­rung) set­zen kann, ist der­weil sehr un­wahr­schein­lich. „Eher nicht“, sag­te Schu­bert ges­tern.

FOTO: DPA

An­dré Schu­bert

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