Mit­tel­stands-Of­fen­si­ve im Fonds­man­tel

Die Nach­fra­ge nach Pri­va­te Equi­ty-Be­tei­li­gun­gen steigt. Die ent­spre­chen­den Pro­duk­te sind auch bei der Ser­vice­KVG Xo­la­ris für ih­re Kun­den in der Pi­pe­line.

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG - VON MAT­THI­AS VON AR­NIM

Mit der Bescheidenheit ist das so ei­ne Sa­che. Für den Cha­rak­ter mag sie ei­ne Zier sein. Fürs ei­ge­ne Ver­mö­gen wünscht man sich in der Re­gel grund­sätz­lich mehr als die Null­zin­sen, die der­zeit al­lent­hal­ben im An­ge­bot sind. Ins­be­son­de­re in­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren sind seit Jah­ren im­mer dring­li­cher auf der Su­che nach An­la­ge­mög­lich­kei­ten, um ihr Port­fo­lio mit Baustei­nen auf­zu­fül­len, die hö­he­re Ren­di­ten ver­spre­chen als ei­ne her­kömm­li­che Bun­des­an­lei­he.

Ein Bei­spiel für sol­che Baustei­ne sind Pri­va­te Equi­ty­Fonds (kurz: PE-Fonds), die sich an Un­ter­neh­men be­tei­li­gen, die nicht an der Bör­se no­tiert sind. Der Vor­teil sol­cher In­ves­ti­tio­nen liegt für die An­le­ger auf der Hand: Nur Ak­ti­en und PE-Fonds be­tei­li­gen An­le­ger di­rekt am Er­folg von Un­ter­neh­men. Und im di­rek­ten Ver­gleich der bei­den Op­tio­nen bie­ten In­ves­ti­tio­nen in nicht bör­sen­no­tier­te Un­ter­neh­men oft ei­ne be­son­de­re Chan­ce auf über­durch­schnitt­lich ho­he Ge­win­ne. Denn PE-Fonds ver­bin­den mit ih­rer Be­tei­li­gung oft auch das Recht, di­rekt in das Ge­schäft ein­grei­fen zu kön­nen. Das ist meist von Vor­teil, denn mit ih­rer Ex­per­ti­se kön- nen sie die Ren­ta­bi­li­tät der be­tref­fen­den Un­ter­neh­men nicht sel­ten er­heb­lich stei­gern. Ei­ne Ga­ran­tie da­für gibt es na­tür­lich nicht. Ge­ra­de im ka­pi­tal­in­ten­si­ven Ven­ture-Ca­pi­tal Be­reich – hier spe­zi­ell im Bio­tech – ge­hört Schei­tern und Geld ver­bren­nen zum Ge­schäft. Hier set­zen PE-Fonds eher dar­auf, dass es viel­leicht ei­ne von zehn Be­tei­li­gun­gen in die Cham­pi­ons Le­ague schafft, den Un­ter­neh­mens­wert ver­viel­facht und da­durch die ge­schei­ter­ten In­vest­ments aus­gleicht.

Doch wel­che Stra­te­gie PEFonds auch im­mer ver­fol­gen: Auf lan­ge Sicht ha­ben sie in der Ver­gan­gen­heit im Durch­schnitt bes­ser ab­ge­schnit­ten als Be­tei­li­gun­gen an bör­sen­no­tier­ten Un­ter­neh­men. Wei­te­rer Vor­teil: Sie ent­wi­ckeln sich wei­test­ge­hend un­ab­hän­gig von tra­di­tio­nel­len As­set­klas­sen und ei­ge­nen sich des­halb her­vor­ra­gend zur wei­te­ren Di­ver­si­fi­ka­ti­on gro­ßer Port­fo­li­os. „Wir be­kom­men fast im Wo­chen­takt An­fra­gen von in­sti­tu­tio­nel­len In­ves­to­ren oder sehr ver­mö­gen­den Pri­vat­an­le­gern, die ger­ne in Pri­va­te Equi­ty Fonds in­ves­tie­ren wür­den“, sagt Ste­fan Klai­le von Xo­la­ris. Das Un­ter­neh­men aus München hat sich als Full-Ser­vice­An­bie­ter für Sach­wer­te-Fonds am Markt eta­bliert. Kon­kret be­deu­tet das, dass Kun­den, die Fonds auf­le­gen und an­bie­ten möch­ten, mit ih­rem spe­zi­el­len Bran­chen­wis­sen Klai­le und sei­nem Team ei­ne schlüs­si­ge Pro­dukt­idee und das pas­sen­de Ob­jekt prä­sen­tie­ren. Die Kon­struk­ti­on der Fonds, vom kom­plet­ten Port­fo­lio- und Ri­si­ko­ma­nage­ment bis hin zum end­gül­ti­gen Ver­kauf der Be­tei­li­gun­gen und der Ab­wick­lung zum Lauf­zeit­ende, über­nimmt Xo­la­ris.

Im Fal­le der PE-Fonds, die dem­nächst vom Band lau­fen, hat Xo­la­ris auf­merk­sam Aus­schau ge­hal­ten nach An­bie­tern von so­li­den Kon­zep­ten, die der gro­ßen Nach­fra­ge und den je­wei­li­gen Kun­den­be­dürf­nis­sen ent­ge­gen­kom­men. Da­zu zäh­len so­wohl Pri­va­te Equi­ty Fonds, die in ein­zel­ne Un­ter­neh­men in­ves­tie­ren, als auch in Fonds, die das Ka­pi­tal brei­ter streu­en. „Ein Pri­va­te Equi­ty Fonds, den wir der­zeit für ei­nen Kun­den kon­zi­pie­ren, ver­teilt das in­ves­tier­te Ka­pi­tal auf et­wa 80 mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men in den USA und Eu­ro­pa“, so Klai­le.

Die ho­he An­zahl von Fir­men im Fonds hat zwar auf der ei­nen Sei­te den Nach­teil, dass Klai­le und sein Team ei­ne Ren­di­te von nur et­wa acht Pro­zent jähr­lich er­war­ten. Für her­kömm­li­che Pri­va­te Equi­ty Fonds ist das eher we­nig. „Gleich­zei­tig be­deu­tet die ho­he Di­ver­si­fi­ka­ti­on aber auch, dass wir un­se­re Pro­gno­se oder auch bes­se­re Er­geb­nis­se mit ei­ner hö­he­ren Wahr­schein­lich­keit er­rei­chen als bei ei­ner In­ves­ti­ti­on in ein ein­zel­nes Un­ter­neh­men“, so Klai­le. Ver­lus­te ein­zel­ner In­vest­ments wer­den eben auf­ge­fan­gen vom gro­ßen Rest. Ri­si­ko­mi­ni­mie­rung spielt oh­ne­hin ei­ne gro­ße Rol­le für Xo­la­ris. „Wir ar­bei­ten mit viel Ei­gen­ka­pi­tal und sind nicht auf ei­nen ho­hen Cash Flow an­ge­wie­sen. Des­halb kal­ku­lie­ren wir grund­sätz­lich sehr vor­sich­tig und set­zen auch nicht je­de uns an­ge­bo­te­ne Idee um“, so Klai­le. Neue Fonds, die ins­be­son­de­re in Bio­tech-Un­ter­neh­men oder IT-Star­tups in­ves­tie­ren, sind für Klai­le kein The­ma. „Da wird zu viel Geld ver­brannt. Auf Sicht von zehn Jah­ren, die ein PE-Fonds bei uns läuft, wä­re die Ge­fahr zu groß, dass un­term Strich nur ei­ne nied­ri­ge oder gar kei­ne po­si­ti­ve Ren­di­te da­bei her­aus­springt. Auf so ei­nem Pro­dukt wür­de ich un­gern un­se­ren Na­mens­stem­pel se­hen“, so Klai­le.

Nur Ak­ti­en und Pri­va­te Equi­ty-Fonds be­tei­li­gen An­le­ger di­rekt am Er­folg von

Un­ter­neh­men

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