Neue Zins-Wel­ten brau­chen neue Pro­dukt­wel­ten

Die Welt der Sach­wer­te hat sich ver­än­dert – und das nicht nur auf der Pro­dukt­sei­te. Die re­gu­la­to­ri­schen An­for­de­run­gen sind schär­fer ge­wor­den. Für er­fah­re­ne An­bie­ter wie Pa­tri­zia ein ab­so­lu­ter Plus­punkt, glaubt der Ge­schäfts­füh­rer der Pa­tri­zia Grun­dIn­vest,

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG - VON NI­CO­LE WILD­BER­GER

Er ist ei­ner, der be­reits seit Jahr­zehn­ten in der Welt der Sach­wer­te un­ter­wegs ist. Andre­as Hei­b­rock, Ge­schäfts­füh­rer der Pa­tri­zia Grun­dIn­vest aus Augs­burg, kennt die Bran­che in- und aus­wen­dig. „Die neu­en recht­li­chen Grund­la­gen ha­ben da­zu ge­führt, dass sich vie­le An­bie­ter vom Markt ver­ab­schie­det ha­ben – es hat sich so­zu­sa­gen die Spreu vom Wei­zen ge­trennt“, glaubt der Münch­ner, der ge­mein­sam mit sei­nem Ge­schäfts­füh­rungs­kol­le­gen Joa­chim Fritz jah­re­lang das Pri­vat­kun­den­ge­schäft des Fonds­an­bie­ters Re­al I.S. ge­prägt hat.

Den Pri­vat­kun­den will die neue Pa­tri­zia Grun­din­vest ver­pflich­tet sein – Im­mo­bi­li­en­fonds für pri­va­te Kun­den wer­den im Fo­kus der neu­en Ge­schäfts­tä­tig­kei­ten ste­hen. „Heu­te müs­sen Sie sich als An­bie­ter doch an ei­nem Markt be­tei­li­gen, der Kun­den bes­se­re Chan­cen bie­tet als die fest­ver­zins­li­chen Wert­pa­pie­re, die na­he Null ren­tie­ren“, ist der lang­jäh­ri­ge Im­mo­bi­li­en­spe­zia­list über­zeugt. Die Nied­rig­zins­po­li­tik der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank nimmt nach sei- ner An­sicht den Spa­rer in die Zan­ge und macht es ihm zu­neh­mend schwie­ri­ger, ei­ne aus­rei­chen­de Al­ters­vor­sor­ge zu bil­den.

„Dank der Staats­ver­schul­dung im Eu­ro-Raum rech­nen auch wir in den kom­men­den Jah­ren nicht mit deut­lich stei­gen­den Zin­sen“, meint Andre­as Hei­b­rock, „und so­mit wer­den In­vest­ments in Sach­wer­te und da­mit auch in un­se­re Im­mo­bi­li­en­fonds wei­ter­hin be­son­ders at­trak­tiv sein.“Mit der neu­en Ge­sell­schaft ist Hei­b­rock da­her auf dem bes­ten Weg, Pri­vat­kun­den ge­nau die­se In­vest­ments zu er­mög­li­chen. Im ers­ten Halb­jahr 2015 ha­ben er und sei­ne Ge­sell­schaft al­le nö­ti­gen Ge­neh­mi­gun­gen der Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (Ba­fin) er­lan­gen kön­nen, um das Ge- schäft vor­zu­be­rei­ten. Die Ge­sell­schaft kann auch be­reits ei­ne gan­ze Rei­he kon­kre­ter Pro­jek­te in un­ter­schied­li­chen Pla­nungs­sta­di­en vor­stel­len.

Da wä­re zum ei­nen ein Pro­jekt mit zwei Im­mo­bi­li­en an der Rhei­nisch-West­fä­li­schen Tech­ni­schen Hoch­schu­le in Aa­chen zu nen­nen, wo meh­re­re gro­ße For­schungs-Clus­ter ent­ste­hen sol­len. In die­sem Pro­jekt und da­mit auch in den Im­mo­bi­li­en tref­fen sich Wis- sen­schaft und Wirt­schaft, um ge­mein­sam zu for­schen.

In ei­nem zwei­ten Pro­jekt hat das Un­ter­neh­men ei­nen Ge­bäu­de­kom­plex ge­kauft, in dem un­ter­schied­li­che Nut­zun­gen­ar­ten ein Zu­hau­se ge­fun­den ha­ben. Da­bei han­delt es sich um Stadt­woh­nun­gen, Bü­ros, Su­per­märk­te und ei­nen Ho­tel­kom­plex. „Das Ge­bäu­de be­fin­det sich in den In­nen­stadt von Stuttgart am Ma­ri­en­platz und um­fasst al­le Aspek­te städ­ti- schen Le­bens – Woh­nen, Ar­bei­ten, Nah­ver­sor­gung und Be­su­chen ei­ner schö­nen Stadt“, fasst der Im­mo­bi­li­en­spe­zia­list das Pro­jekt in ei­nem Satz zu­sam­men. Ein An­satz der über­zeugt, denn schon seit ei­ni­gen Jah­ren zieht es die Bun­des­bür­ger ein­deu­tig in die Bal­lungs­räu­me, wie zahl­rei­che Un­ter­su­chun­gen auch wis­sen­schaft­lich be­le­gen.

Ein drit­tes Pro­jekt wird ei­ne Wohn­an­la­ge in Ko­pen­ha­gen rea­li­sie­ren, bei der rund 130 Woh­nun­gen ge­baut wer­den sol­len. „In Dä­ne­mark lie­gen die Mie­ten für Wohn­raum noch hö­her als in den teu­ers­ten Städ­ten Deutsch­lands – und auf­grund der star­ken Nach­fra­ge ist es mög­lich, dass be­reits vor Fer­tig­stel­lung mehr als 50 Pro­zent der Woh­nun­gen ver­mie­tet sind“, er­klärt Andre­as Hei­b­rock.

Vor­tei­le bei der Be­tei­li­gung in die­sen Im­mo­bi­li­en­kon­struk­tio­nen sind für Hei­b­rock vor al­lem im Punkt Di­ver­si­fi- zie­rung zu fin­den. Bei Im­mo­bi­li­en­fonds mit über­schau­ba­ren Min­dest­be­tei­li­gun­gen be­reits ab 10.000 Eu­ro kann bei Be­tei­li­gung an meh­re­ren Fonds ei­ne brei­te Streu­ung er­reicht und das Ri­si­ko re­du­ziert wer­den.

Die neu­en vor­teil­haf­ten ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen der ge­schlos­se­nen In­vest­ment­ver­mö­gen sind bei vie­len An­le­gern und Be­ra­tern noch nicht voll­stän­dig an­ge­kom­men, weiß der Ge­schäfts­füh­rer ge­nau. Des­halb be­dür­fe es ei­nes gro­ßen En­ga­ge­ments, um die vie­len gu­ten Nach­rich­ten über die neue Welt ent­spre­chend zu ver­brei­ten.

Dies gilt üb­ri­gens nicht nur für sein En­ga­ge­ment bei Pa­tri­zia, son­dern auch für sei­ne Vor­stands­tä­tig­keit im Bun­des­ver­band Sach­wer­te und In­vest­ment­ver­mö­gen (bsi). Hei­b­rock sieht ins­be­son­de­re die The­men Stan­dar­di­sie­rung und Di­gi­ta­li­sie­rung der Bran­che für ab­so­lut wich­tig an.

Die Nied­rig­zins­po­li­tik der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank nimmt den Spa­rer in die Zan­ge

FOTO: THINKSTOCK/STOCKFOTOART

In­vest­ments in Sach­wer­te, zum Bei­spiel Im­mo­bi­li­en, kön­nen ver­gleichs­wei­se gu­te Ren­di­ten brin­gen.

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