Schal­ke siegt und springt auf den vier­ten Platz

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

GEL­SEN­KIR­CHEN (gic) Der FC Schal­ke 04 bie­tet ei­ne der größ­ten Fuß­ball­büh­nen der Re­pu­blik. Der Sport wird hier ze­le­briert – ganz ge­wiss von den Fans, die Ak­teu­re auf dem Ra­sen sind meis­tens zu­min­dest eben­falls dar­um be­müht. In der prak­ti­schen Um­set­zung hat die kö­nigs­blaue An­hän­ger­schaft die Mess­lat­te ex­trem hoch ge­hängt. Vor dem An­pfiff ge­gen Han­no­ver 96 wur­de in der Nord­kur­ve ei­ne Cho­reo­gra­phie im XXXL-For­mat prä­sen­tiert. In vier Ka­pi­teln ha­ben Fans ver­sucht dar­zu­stel­len, was den Ver­ein so be­son­ders macht: Es ging um den My­thos, um Wachs­tum und Er­fol­ge, Tur­bu­len­te Zei­ten, Ti­tel und Träu­me. Man muss­te fast be­fürch­ten, dass es her­nach nicht ganz so hoch­klas­sig wei­ter zur Sa­che ge­hen wür­de. So kam es auch, spek­ta­ku­lär war es aber al­le­mal. Am En­de be­sieg­te der FC Schal­ke sehr so­li­de den Gast aus Nie­der­sach­sen 3:1.

Bei den Knap­pen ist man seit ei­ner gan­zen Wei­le dar­um be­müht, wie­der et­was mehr Leich­tig­keit ins Spiel zu be­kom­men. So rich­tig will das aber nicht ge­lin­gen. Le­roy Sa­né hat ge­wiss bei den tak­ti­schen Vor­ga­ben sei­nes Trai­ners An­dré Brei­ten­rei­ter be­son­ders gut zu­ge­hört. Im ers­ten Durch­gang war der erst 19Jäh­ri­ge mal wie­der Klas­sen­bes­ter und sorg­te im Al­lein­gang da­für, dass man sich ge­hö­ri­ge Sor­gen um die Stand­fes­tig­keit der Han­no­ve­ra­ner De­fen­si­ve ma­chen muss­te. Um Sa­né her­um war da­ge­gen nicht ge­ra­de er­kenn­bar, dass der un­be­ding­te Wil­le zum Sieg vor­han­den war. Oh­ne­hin ist es ge­ra­de auf Schal­ke ein in­ter­es­san­tes Phä­no­men, dass die Jün­ge­ren, die Äl­te­ren im Auf­ge­bot über Pha­sen mit­zie­hen müs­sen.

Ei­nen Be­leg da­für lie­fer­te Jo­han­nes Geis. Der 22-Jäh­ri­ge, nach fünf Spie­len Sper­re für ei­nen bö­sen Tritt ge­gen das Bein von Mön­chen­glad­bachs An­dré Hahn zu­rück in der Start­elf, über­nahm Ver­ant­wor­tung. Als Klaas-Jan Hun­te­laar von Han­no­vers Mar­ce­lo im Straf­raum nie­der- ge­run­gen wur­de, schnapp­te sich Geis den Ball und be­lohn­te Schal­ke mit der Füh­rung. Hun­te­laar war es dann, der et­was mehr als ei­ne Vier­tel­stun­de vor dem Ab­pfiff den Fuß zum 2:0 hin­hielt. Da­mit wa­ren ei­gent­lich al­le Zwei­fel, wer den Platz als Sie­ger ver­las­sen wür­de, be­sei­tigt.

Doch auch die Gäs­te hat­ten ei­nen Jungspund in ih­ren Rei­hen, der sein Team noch ein­mal wach rüt­tel­te. Al­lan Saint-Ma­xi­min stand 19 Mi­nu­ten auf dem Platz, dann nahm sich der 18-Jäh­ri­ge ein Herz, spa­zier­te durch die Schal­ker De­fen­si­ve und sorg­te mit sei­nem se­hens­wer­ten Tor von der Straf­raum­kan­te kurz für Span­nung. Sehr kurz. Se­kun­den spä­ter be­sorg­te Fran­co Di San­to den End­stand.

Schal­ke springt da­mit – zu­min­dest bis heu­te Abend – auf den vier­ten Ta­bel­len­platz. Auch das wur­de nach Ab­pfiff von den Fans ent­spre­chend ze­le­briert.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.