Schlei­er­eu­len ha­ben gu­te Oh­ren

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE -

Ei­ner der am wei­tes­ten ver­brei­te­ten Vö­gel ist die Schlei­er­eu­le. Sie ist mit Aus­nah­me der Ant­ark­tis auf je­dem Kon­ti­nent zu Hau­se. Ihr Ge­heim­nis ist die An­pas­sungs­fä­hig­keit die­ser et­wa 35 Zen­ti­me­ter gro­ßen Eu­le. Heut­zu­ta­ge fin­det man Schlei­er­eu­len vor al­lem dort, wo es mensch­li­che Sied­lun­gen mit vie­len Feldern gibt. Im Ge­bälk von Scheu­nen und Kirch­tür­men ver­brin­gen die scheu­en Tie­re den Tag. Wie fast al­le Eu­len ge­hen sie erst nachts auf die Jagd. Mäu­se, Am­phi­bi­en und In­sek­ten kön­nen sie mit ih­ren gro­ßen Au­gen in bei- na­he völ­li­ger Dun­kel­heit er­spä­hen. Zu­sätz­lich nut­zen sie ih­ren herz­för­mi­gen Ge­sichts­schlei­er, um lei­se Tö­ne auf­zu­fan­gen und zum Ge­hör wei­ter­zu­lei­ten. Wäh­rend ei­ne Schlei­er­eu­le knapp über dem Bo­den da­hin­glei­tet, kann sie ein Beu­te­tier mit ei­nem ge­ziel­ten Sturz­flug blitz­schnell fan­gen. Ihr Brut­ge­schäft er­le­digt die Eu­le eben­falls ger­ne in Scheu­nen oder auf Dach­bö­den. Da Schlei­er­eu­len dort ver­hin­dern, dass sich Mäu­se und Rat­ten zu stark ver­meh­ren, sind sie über­aus will­kom­me­ne Un­ter­mie­ter.

FOTO: PRIVAT

Die Schlei­er­eu­le geht wie fast al­le Eu­len nachts ja­gen.

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