Der An­trags­stau

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON GREGOR MAYNTZ

Preisfrage: Wenn ein Asyl­be­ar­bei­tungs­sys­tem mit rund 2000 Mit­ar­bei­tern auf 30.000 bis 100.000 Flücht­lin­ge gut ein­ge­stellt ist, was pas­siert dann, wenn plötz­lich über ei­ne Mil­li­on kom­men? Dann fehlt Per­so­nal. Dann ist es skan­da­lös, sich über gan­ze 450 zu­sätz­li­che Mit­ar­bei­ter für das Flücht­lings­bun­des­amt BAMF zu freu­en, wie es ernst­haft im Som­mer ge­schah. Mit Frank-Jür­gen Wei­se hat zwar ein fä­hi­ger Mann das Amt über­nom­men, was auch dar­an ab­les­bar ist, dass im nächs­ten Jahr wei­te­re 4000 Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt wer­den. Aber auch das wird bei wei­tem nicht rei­chen.

Die zen­tra­le Fra­ge an­ge­sichts der „Wir-schaf­fen­das“-Be­schwö­rung ist, ob die Ver­fah­ren end­lich bin­nen Ta­gen er­öff­net und nach we­ni­gen Wo­chen be­en­det sind, oder ob es wei­ter Mo­na­te dau­ert, bis über­haupt An­trä­ge ge­stellt wer­den kön­nen. Ab­hil­fe liegt in mehr Stel­len und in Schicht­diens­ten. Und vor al­lem im Asyl­pa­ket 2, das über die Par­tei­ta­ge in künst­li­chen Win­ter­schlaf ver­setzt wur­de. Denn das er­mög­licht es dem BAMF erst, bes­ser auf die Un­ter­la­gen zu­zu­grei­fen und schnel­ler zu ar­bei­ten. BE­RICHT

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