Der Na­me „Son­nen­haus­platz“soll of­fi­zi­ell wer­den

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR - VON JAN SCHNETTLER

„Neue Nach­bar­schaf­ten – Kunst für den Son­nen­haus­platz“. So hieß be­reits der Kunst­wett­be­werb, aus dem die ame­ri­ka­ni­sche Künst­le­rin und Di­rek­to­rin der Düs­sel­dor­fer Kunst­aka­de­mie Ri­ta McB­ri­de mit ih­ren Esels­skulp­tu­ren als Sie­ge­rin her­vor­ging. Da­bei heißt der Son­nen­haus­platz of­fi­zi­ell gar nicht Son­nen­haus­platz. Zu­min­dest noch nicht, denn noch exis­tiert be­sag­ter Platz, auf dem zu­letzt die Über­gangs­hal­le Vis-à-vis stand, noch gar nicht, er wird ja erst noch er­stellt.

Wenn es nach Ober­bür­ger­meis­ter Hans Wil­helm Rei­ners geht, könn­te der Na­me aber bald of­fi­zi­ell sein. „Um den Na­men des neu­en Stadt­Plat­zes zwi­schen Ein­kaufs­zen­trum Min­to und Hans-Jo­nas-Park geht es in ei­ner Be­ra­tungs­vor­la­ge, die ich ge­ra­de un­ter­schrie­ben ha­be und die An­fang 2016 in den zu­stän­di­gen po­li­ti­schen Gre­mi­en be­ra­ten wer­den wird. Für die Ver­wal­tung schla­ge ich vor, den Platz nun auch ,of­fi­zi­ell’ so zu nen­nen, wie er im Sprach­ge­brauch schon lan­ge heißt, näm­lich ,Son­nen­haus­platz’, schrieb Rei­ners jetzt auf sei­ner Sei­te im so­zia­len Netz­werk Face­book.

Das war An­lass zu ei­ner leb­haf­ten Dis­kus­si­on. „War nicht Hans-Jo­nasPlatz an­ge­dacht?“, frag­te et­wa Lin­ken-Po­li­ti­ker Tor­ben Schultz, et­li­che an­de­re spra­chen sich für „Ed­mund-Er­le­mann-Platz“aus. Wie­der an­de­re schlu­gen vor, ei­ne Um­fra­ge zu star­ten, wie es be­reits bei der Na­mens­fin­dung für das Min­to der Fall ge­we­sen war. Aber auch „Ach, der heißt im Volks­mund so? Noch nie ge­hört“stand zu le­sen. Eben­so der noch et­was blu­mi­ge­re „Son­nen­platz“.

Das na­mens­ge­ben­de Son­nen­haus ist das Hoch­haus ge­gen­über des Min­to. Der Platz da­vor, der in den letz­ten Mo­na­ten frei­ge­zo­gen und ab so­fort neu be­baut wird, soll Glad­bachs neue Mit­te wer­den. Für die Ar­bei­ten ist ins­ge­samt ein Jahr Bau­zeit vor­ge­se­hen. Die et­wa 6000 Qua­drat­me­ter gro­ße Flä­che wird nach den Ent­wür­fen des Mün­che­ner Land­schafts­ar­chi­tek­ten-Bü­ros Loh­rer/Hoch­rein ge­stal­tet, das den da­zu­ge­hö­ri­gen in­ter­na­tio­na­len

Vor­schlag Wettbewerb ge­won­nen hat­te. Zen­tra­ler Be­stand­teil wird die be­sag­te mehr­tei­li­ge Bron­ze-In­stal­la­ti­on „7 Don­keys“von Ri­ta McB­ri­de.

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