Deut­li­che Nie­der­la­ge für Oden­kir­chen

Ge­gen den VfL Rhe­de hat­te die Rest­trup­pe der Oden­kir­che­ner kei­ne Chan­ce. Den­noch wa­ren Dis­zi­plin und En­ga­ge­ment zu er­ken­nen. Trai­ner Ke­mal Kuc schätzt die­se Tu­gen­den, die für ihn und den Vor­stand künf­tig die Grund­la­gen sind.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL-LAN­DES­LI­GA Mit ei­ner Rest­trup­pe, die sich aber teu­er ver­kauf­te, Dis­zi­plin und En­ga­ge­ment zeig­te, trat Oden­kir­chen ge­gen den VfL Rhe­de an. Schon bald zeig­te sich, dass 05/07 kaum ei­ne Chan­ce ge­gen ei­nen sehr star­ken Geg­ner ha­ben wür­de, aber den­noch gab das letz­te Fähn­lein al­les. Die 2:5-Nie­der­la­ge war des­halb kaum über­ra­schend und klar, blieb aber den­noch im Rah­men.

Trai­ner Ke­mal Kuc über­rasch­te schon vor dem An­pfiff. Mit Si­mon Win­kens und Fa­bio di Bat­tis­ta hat­te er zwei Spie­lern aus Re­ser­ve (Kreis­li­ga B) ein­ge­baut. Auf der Er­satz­bank stan­den nur noch Er­satz­tor­wart Bernd Lü­beck und Dra­jan Kal­kan, der lan­ge ver­letzt war, zur Ver­fü­gung. „Ich will Dis­zi­plin und En­ga­ge­ment se­hen. Wir müs­sen hier et­was ver­än­dern“, be­grün­de­te er sei­ne Per­so­nal­ent­schei­dun­gen, die aber mit dem Vor­stand ab­ge­spro­chen wa­ren.

Na­tür­lich über­nah­men die Gäs­te so­fort das Kom­man­do, wirk­ten ath­le­ti­scher und ver­füg­ten über deut­lich mehr Durch­set­zungs­ver­mö­gen. Oden­kir­chen agier­te sehr dis­zi­pli­niert, ver­schob ge­schickt und konn­te so Rhe­de zu­nächst vom Tor ent- fernt hal­ten. Al­ler­dings ver­füg­te der VfL über ei­ne Rei­he von Ein­zel­kön­nern, die mit ei­nem be­herz­ten An­tritt so­fort für höchs­te Ge­fahr sor­gen konn­ten. Da­zu ent­schloss sich Ro­bin Vol­me­ring in der 21. Mi­nu­te, als er den ers­ten gro­ben Ab­wehr­feh­ler der Haus­her­ren zur 1:0-Füh­rung nutz­te. Nur sie­ben Mi­nu­ten spä­ter zeig­te Ste­fan Ch­ci­uk sei­ne Schuss­kraft und er­ziel­te von der Straf­raum­gren­ze das 2:0. In bei­den Fäl- len hat­te Oden­kir­chen Tor­wart Ke­vin Afa­ri kei­ne Ab­wehr­chan­ce.

Es sprach aber für die Gast­ge­ber, dass sie sich kei­nes­wegs ängst­lich oder ge­schockt ver­steck­ten, son­dern sie such­ten im­mer wie­der den Weg nach vor­ne. Als der durch ein Foul an der Straf­raum­gren­ze ver­baut wur­de, nutz­te Tor­jä­ger Ser­can Sal­gin die Chan­ce mit ei­nem plat­zier­ten Schuss ins un­te­re Eck zum 1:2.

„Wir ha­ben das bis­her sehr gut ge­macht. Die Jungs aus der Kreis­li­ga B lie­fern ei­ne gu­te Vor­stel­lung ab“, war Ke­mal Kuc zur Pau­se mit der Vor­stel­lung sei­ner Mann­schaft zu­frie­den. An sei­ner Ein­schät­zung än­der­te sich auch nach dem Ab­pfiff nichts: „2:5 hört sich schlimm an, aber ich ha­be vie­le gu­te An­sät­ze ge­se­hen. Wir sind be­stimmt auf dem rich­ti­gen Weg, der aber nicht leicht sein wird.“

Nach­dem die Gäs­te ein we­nig mehr Tem­po vor­leg­ten, teil­wei­se recht ge­konnt kom­bi­nier­ten, bau­ten sie ih­ren Vor­sprung auf 5:1 aus. Den­noch ver­such­te Oden­kir­chen, wei­ter mit­zu­spie­len. Zwar ka­men die Platz­her­ren nur sel­ten in gu­te Schuss­po­si­tio­nen, aber im­mer­hin ge­lang es Mit­tel­feld­mo­tor Ri­jad Ta­filo­vic mit ei­ner Ein­zel­leis­tung noch das zwei­te Tor für Oden­kir­chen zum 2:5-End­stand zu er­zie­len.

FOTO: DIE­TER WIECHMANN

Und schon ist der Ball wie­der weg: Rhe­des Be­ne­dikt Spie­ker setzt sich ge­gen Oden­kir­chens Tun­cay Öz­de­mir spie­lend leicht durch. Zu oft wa­ren Oden­kir­chen Stür­mer beim 2:5 auf sich al­lei­ne ge­stellt.

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