Zahl der Mo­tor­rad-To­ten hal­biert

Do­brindt will wei­ter in Si­cher­heit in­ves­tie­ren und rät zu auf­fäl­li­ge­rer Klei­dung.

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

BER­LIN (may-) Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um er­war­tet für die­ses Jahr ein er­neu­tes Ab­sin­ken der Zahl der ge­tö­te­ten Mo­tor­rad­fah­rer und da­mit ei­ne Hal­bie­rung in­ner­halb der ver­gan­ge­nen an­dert­halb Jahr­zehn­te. Schwank­te die Zahl zwi­schen 2000 und 2003 noch zwi­schen 913 und 964 Ge­tö­te­ten, so wa­ren im ver­gan­ge­nen Jahr nur noch 587 Mo­tor­rad­to­te zu be­kla­gen. Bis An­fang Sep­tem­ber wur­den 491 ge­zählt. „Die Un­fall­zah­len der ver­gan­ge­nen 15Jah­re zei­gen in die rich­ti­ge Rich­tung – und sind zu­gleich Ansporn für die Zu­kunft“, sag­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt (CSU) un­se­rer Re­dak­ti­on. Er wer­de in Si­cher­heits­kam­pa­gnen in­ten­siv über ris­kan­te Si­tua­tio­nen in­for­mie­ren, da­mit sie im Verkehr gar nicht erst ent­stün­den. „Für Auf­klä­rungs- und In­for­ma­ti­ons­maß­nah­men ha­ben wir in die­sem Jahr die Re­kord­sum­me von 13 Mil­lio­nen Eu­ro be­reit­ge­stellt“, er­klär­te der Mi­nis­ter. In NRW ist die Zahl der töd­li­chen Mo­tor­rad­un­fäl­le hin­ge­gen ge­stie­gen: Bis En­de Sep­tem­ber ver­un­glück­ten laut NRW-In­nen­mi­nis­te­ri­um 72 Bi­ker töd­lich, zwei mehr als 2014.

Der Bund will die In­ves­ti­tio­nen in die In­fra­struk­tur von jähr­lich zehn auf 14 Mil­lio­nen im Jahr 2018 stei- gern, um so zu hö­he­rer Ver­kehrs­si­cher­heit bei­zu­tra­gen. Da­bei geht es et­wa um Un­ter­fahr­schutz an Schutz­plan­ken. Auch die Bun­des­län­der hät­ten Son­der­pro­gram­me ge­star­tet, um Un­fall­schwer­punk­te an Mo­tor­rad­stre­cken zu iden­ti­fi­zie­ren und zu be­sei­ti­gen.

„Noch nicht aus­ge­schöpf­te Si­cher­heits­po­ten­zia­le“sieht der Ver­kehrs­mi­nis­ter in der Be­klei­dung der Mo­tor­rad­fah­rer. Mit auf­fäl­li­ge­ren, ins­be­son­de­re re­tro­re­flek­tie­ren­den Ma­te­ria­li­en könn­ten sie selbst ge­gen die Viel­zahl von Ab­bie­ge-Un­fäl­len an­ge­hen, bei de­nen sie oft über­se­hen wer­den.

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