Im­mo­bi­li­en­rie­se Vo­no­via darf Deut­sche Woh­nen kau­fen

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

BONN (dpa) Das Bun­des­kar­tell­amt hat kei­ne Be­den­ken ge­gen die Plä­ne des größ­ten deut­schen Im­mo­bi­li­en­kon­zerns Vo­no­via zur Über­nah­me des Kon­kur­ren­ten Deut­sche Woh­nen. Es er­teil­te die Frei­ga­be für das Vor­ha­ben. Kar­tell­amts­prä­si­dent Andre­as Mundt be­ton­te, die Vo­no­via wer­de bei ei­nem Er­folg des Über­nah­me­an­ge­bots zwar ih­re Po­si­ti­on als Markt­füh­rer wei­ter aus­bau­en. Ei­ne Be­ein­träch­ti­gung des Wett­be­werbs auf dem Woh­nungs­markt sei da­mit aber nicht ver­bun­den. Nach wie vor sorg­ten Pri­vat­ver­mie­ter, kom­mu­na­le Woh­nungs­un­ter­neh­men, Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaf­ten und ge­werb­li­che An­bie­ter für ge­nug Kon­kur­renz.

Vo­no­via bie­tet für den Kauf des Kon­kur­ren­ten rund 14 Mil­li­ar­den Eu­ro. Durch den Zu­sam­men­schluss wür­de der Miet­woh­nungs­be­stand der Vo­no­via auf rund 500.000 Woh­nun­gen wach­sen. Vo­no­via wä­re da­mit rund vier­mal so groß wie der nächs­te Kon­kur­rent. Noch ist al­ler­dings of­fen, ob die Mehr­heit der Deut­sche-Woh­nen-Ak­tio­nä­re das An­ge­bot an­neh­men will.

Der Über­nah­me­po­ker hat­te vor we­ni­gen Ta­gen noch ein­mal für gro­ßes Auf­se­hen ge­sorgt: Denn die Deut­sche Woh­nen hat­te über­ra­schend für rund 1,2 Mil­li­ar­den Eu­ro mehr als 10.000 Woh­nun­gen vom klei­ne­ren Ri­va­len Pa­tri­zia ge­kauft – wohl auch, um da­mit die Über­nah­me­plä­ne zu tor­pe­die­ren. Trotz­dem stimm­ten auf der Vo­no­via-Haupt­ver­samm­lung gut 78 Pro­zent des an­we­sen­den Ka­pi­tals der Ka­pi­tal­er­hö­hung zu und mach­ten da­mit den Weg für das An­ge­bot frei.

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