Mit dem Zau­ber­wür­fel zum Mil­lio­nen­ge­winn

Fast 35 Mi­nu­ten nahm sich Le­on Windscheid für die Be­ant­wor­tung der 15. Fra­ge bei „Wer wird Mil­lio­när?“Zeit. Am En­de lag er rich­tig.

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA - VON LESLIE BROOK Will man aus „ale­se“den Ein­woh­ner ei­nes Hi­ma­la­ja­staa­tes ma- chen, muss man da­vor noch ein ...? Wer ge­wann 2015 als ers­ter Deut­scher seit zwölf Jah­ren wie­der ein Sprin­gen der Vier­schan­zen­tour­nee? Wie heißt der ak­tu­el­le Aben­teu­er-Ki­no­film m

SO­LIN­GEN/MÜNS­TER Dok­to­ran­den ha­ben in der Re­gel nicht viel Geld. Das gilt für Le­on Windscheid, der in Müns­ter sei­ne Dis­ser­ta­ti­on in Psy­cho­lo­gie schreibt, ab so­fort nicht mehr. Der ge­bür­ti­ge So­lin­ger hat ges­tern, am Vor­abend sei­nes 28. Ge­burts­tags, in der Quiz­show „Wer wird Mil­lio­när?“ei­ne Mil­li­on Eu­ro ge­won­nen und ist da­mit der 14. Mil­lio­när in der Ge­schich­te der RTLSen­dung. Und er ist wohl der Ers­te, der es ge­schafft hat, dass Mo­de­ra­tor Gün­ther Jauch sich für ei­nen gu­ten Zweck bis auf die Un­ter­ho­se aus­zog: Jauchs An­zug will Windscheid zu­guns­ten von Flücht­lin­gen ver­stei­gern. Das Ja­ckett gab ihm Jauch schon wäh­rend der Show. „Als al­les vor­bei war, durf­te ich dann in sei­ne Um­klei­de. Oh­ne Um­schwei­fe zog er sich bis auf die Un­ter­ho­se aus und gab mir noch Hemd, Ho­se, Gür­tel und Kra­wat­te“, be­rich­tet der Psy­cho­lo­ge, der auch Tei­le sei­nes Ge­winns an die Flücht­lings­hil­fe spen­den will.

Bis zur Lö­sung der Mil­lio­nen­fra­ge war es ein ner­ven­auf­rei­ben­der Weg. Fast 35 Mi­nu­ten nahm sich Windscheid, der kei­nen Jo­ker mehr hat­te, Zeit, um die vier Ant­wort­mög­lich­kei­ten auf die Fra­ge, aus wie vie­len St­ein­chen Ru­biks Zau­ber­wür­fel be­steht, ab­zu­wä­gen. „In so ei­ner Si­tua­ti­on kann man sich nicht ganz si­cher sein. Aber ich war mir am En­de so si­cher, dass ich es mir nie ver­zie- 1) 50 € Was mir selbst im stark be­trun­ke­nen Zu­stand ge­fällt,

fin­de ich auch ...?

A: wech­sel­schritt

C: ha­cke spit­ze

B: dre­hung

D: eins, zwei, drei 5) 500 € Wer ist so­gar dem Wör­ter­buch für den häu­fi­gen Kon­sum

ei­nes Heiß­ge­tränks be­kannt?

A: Kaf­fee­tan­te

C: Tee­vet­ter

B: Ka­kao­cou­si­ne

D: Milchon­kel

2) 100 €

A: „Ve“nus

C: „Sa“turn

6) 1000 €

Wo­für ist be­reits in der Pla­nungs­pha­se die Sta­tik von ent­schei­den­der Be­deu­tung?

A: Blin­ken

C: Kup­peln

B: „Nep“tun

C: „Sa“turn

B: Schal­ten

D: Ab­wür­gen Der So­lin­ger Le­on Windscheid

lös­te ges­tern die ei­ne Mil­li­on-Eu­ro Fra­ge

15) 1.000.000 €

3) 200 €

A: Hex-hex

C: Sim­sa­la­bim

7) 2000 €

A: Mon­tag

C: Don­ners­tag

9) 8000 € Was fin­det man am ehes­ten auf der Be­woh­ner­lis­te

ei­nes Tier­heims?

A: Mis­sis­sip­pi

C: Sa­ha­ra

B: Abra­ka­da­bra

D: 3x schwar­zer Ka­ter

B: Di­ens­tag

D: Frei­tag

B: Eve­r­est

D: Lü­ne­bur­ger 11) 32.000 € Es war ein­mal ei­ne Zeit, da schrieb man noch statt „AFAIK“

in gan­zer Aus­führ­lich­keit: ...?

C: so­weit ich weiß

13) 125.000 € 4) 300 € Ist die Po­si­ti­on von Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Alt­mai­er nicht mehr

ge­si­chert, dann ...?

A: göt­tert Spei­se

C: wa­ckelt Pe­ter

8) 4000 €

A: Tou­pet­bär

C: Ge­bis­s­a­bär

10) 16.000 €

A: Früh­ling

C: Herbst

B: grießt Pud­ding

D: crè­met Bru­lée

B: Bril­len­bär

D: Hör­ge­rät­bär

B: Som­mer

D: Win­ter 12) 64.000 Wel­che auf­ein­an­der­fol­gen­den Mo­na­te be­gan­nen 2015

je­weils mit ei­nem Sonn­tag?

C: März & April

B: Fe­bru­ar & März

D: April & Mai 14) 500.000 € Je hö­her sei­ne Elo

Zahl, des­to bes­ser der ...?

A: For­mel-1-Mo­tor

C: WLAN-Rou­ter

B: Ge­schirr­spü­ler

D: Schach­spie­ler hen hät­te, es nicht zu ris­kie­ren“, sag­te der Stu­dent, der die rich­ti­ge Lö­sung – C: 26– wähl­te. Zu­erst sei er auf dem Holz­weg ge­we­sen, weil er den Zau­ber­wür­fel grö­ßer in Er­in­ne­rung ge­habt ha­be. Doch dann stell­te er sich vor, wie er als Kind ei­nen sol­chen aus­ein­an­der­ge­baut hat­te. „Ich war im­mer schon neu­gie­rig und woll­te wis­sen, wie die Din­ge funk­tio­nie­ren“, ver­riet Windscheid, der mit sei­nem Bru­der ei­ne Eventagen­tur be­treibt. „Den Zau­ber­wür­fel ha­be ich als Kind aus­ein­an­der­ge­nom­men, um mei­nem Bru­der ei­nen Streich zu spie­len. Ich woll­te den Wür­fel so wie­der zu­sam­men­bau­en, dass al­le Far­ben an der rich­ti­gen Stel­le sind. Das hat na­tür­lich nicht ge­klappt. Der war ka­putt und mein schänd­li­ches Vor­ha­ben ent­larvt.“

Sein Psy­cho­lo­gie-Stu­di­um ha­be ihm in der Sen­dung teil­wei­se ge­hol­fen. „Wor­an ich als Psy­cho­lo­ge ganz fest glau­be, ist, dass man sein Glück oder Pech in ei­ner Quiz­sen­dung durch Trai­ning stark be­ein­flus­sen kann. Ich ha­be trai­niert, mit Psy­chotricks den Stress auf dem Stuhl zu be­zwin­gen“, sagt Windscheid, der 2008 sein Abi mit 1,0 be­stan­den hat­te. Jauch selbst ha­be er aber nicht durch­schau­en kön­nen – trotz­dem war die­ser ihm ei­ne Hil­fe: „Oh­ne sei­ne Hän­de hät­te ich mir den Zau­ber­wür­fel für die Mil­lio­nen­fra­ge nur schwer vor­stel­len kön­nen.“

Die rich­ti­gen Ant­wor­ten:

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