INTERVIEW MAX EBERL „Ich blei­be da­bei: Wir ha­ben nichts zu ver­lie­ren“

Bo­rus­si­as Sport­di­rek­tor spricht vor dem Spiel in Man­ches­ter über die bis­he­ri­ge Cham­pi­ons-Le­ague-Sai­son des Teams.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - AUF­GE­ZEICH­NET VON KARS­TEN KELLERMANN

Nach ei­nem Sieg ge­gen die Bay­ern nun zum ent­schei­den­den Cham­pi­ons-Le­ague-Spiel nach Man­ches­ter zu flie­gen, ist ein gu­tes Ge­fühl, oder? EBERL Es geht eben Schlag auf Schlag, und es sind gro­ße Ta­ge, die uns be­vor­ste­hen. Wenn es heißt, die Bay­ern sei­en zu­sam­men mit Barcelona die wohl ak­tu­ell welt­bes­te Mann­schaft, was ist dann Man­ches­ter Ci­ty? EBERL Die teu­ers­te? Und wie be­siegt man die­ses Team? EBERL Ich den­ke, Man­ches­ter Ci­ty hat durch­aus den An­spruch, mal die Cham­pi­ons Le­ague zu ge­win­nen. Eng­li­scher Meis­ter sind sie zu­letzt ja zwei­mal ge­wor­den. Dem­ent­spre­chend er­war­tet uns das glei­che Ni­veau wie ge­gen die Bay­ern. Wir ha­ben im Hin­spiel ein­drucks­voll ge­zeigt, dass wir ge­gen Ci­ty mit­hal­ten kön­nen. Wir hat­ten ja auch bis kurz vor Schluss ei­nen Punkt in Hän­den. Den hät­ten wir auch ver­dient ge­habt. Und jetzt ver­su­chen wir eben, auf der In­sel das nö­ti­ge Re­sul­tat zu ho­len, um wei­ter­zu­kom­men. Bis­her hat man bei Bo­rus­sia im­mer sa­gen kön­nen, man ha­be in der Cham­pi­ons Le­ague nicht viel zu ver- lie­ren. Jetzt hat man auf ein­mal et­was zu ver­lie­ren – näm­lich Platz drei und das Über­win­tern in der Eu­ro­pa Le­ague. EBERL Ich blei­be da­bei, dass wir nicht zu ver­lie­ren ha­ben. Mit der Art und Wei­se, wie wir bis­lang ge­spielt ha­ben, ha­ben wir Bo­rus­sia und auch den deut­schen Fuß­ball ein­drucks­voll ver­tre­ten auf die­ser gro­ßen Büh­ne. Na­tür­lich ha­ben wir uns jetzt vor dem letz­ten Spiel­tag in die Po­le Po­si­ti­on für Platz drei ge­bracht. Wenn wir am En­de nun doch Grup­pen­vier­ter wür­den, wä­re ich na­tür­lich ent­täuscht, aber ich wür­de trotz­dem sa­gen, dass wir ei­ne groß­ar­ti­ge Cham­pi­ons-Le­ague-Sai­son ge­spielt ha­ben. Wie läuft es im Fern­du­ell mit Se­vil­la ab? Las­sen Sie sich li­ve in­for­mie­ren? EBERL Ich wer­de mein Han­dy be­stimmt auch zwi­schen­durch mal be­nut­zen. Du wirst im Sta­di­on aber eh mit­be­kom­men, wenn et­was pas­siert. Aber die Mann­schaft soll sich da­von nicht be­ein­flus­sen las­sen, sie soll ganz ein­fach ihr Spiel spie­len. Am bes­ten ist eh, wir ho­len un­ser be­nö­tig­tes Er­geb­nis selbst.

FOTO: DPA

„Es sind gro­ße Ta­ge, die uns be­vor­ste­hen“, sag­te Max Eberl vor dem Ab­flug nach Man­ches­ter.

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