Nicht zwin­gen

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Ingrid Os­ter­loh 47509 Rheurdt

Der Par­tei­vor­sit­zen­de der Lin­ken, Diet­mar Bartsch, zitiert in der Flücht­lings­fra­ge das Mat­thäu­sEvan­ge­li­um: „Ich war hung­rig, und ihr habt mir zu es­sen ge­ge­ben; ich war durs­tig, und ihr habt mir zu trin­ken ge­ge­ben; ich war fremd und ob­dach­los, und ihr habt mich auf­ge­nom­men.“Und auch Kanz­le­rin Mer­kel als Pas­to­ren­toch­ter han­delt of­fen­bar nach die­ser christ­li­chen Ma­xi­me. Al­ler­dings darf man Fol­gen­des nicht miss­ver­ste­hen: Es han­delt sich bei den christ­li­chen Ge­bo­ten im­mer nur um ei­ne For­de­rung an den Ein­zel­nen. Es ist kei­nes­wegs so ge­dacht, dass ei­ne Re­gie­rung ei­nem Volk christ­li­ches Ver­hal­ten vor­schrei­ben kann. Ich kann als Ein­zel­per­son dem Frem­den mei­ne Hil­fe an­ge­dei­hen las­sen, aber ich möch­te mich nicht von un­se­ren Volks­ver­tre­tern zu christ­li­cher Nächs­ten­lie­be zwin­gen las­sen. Das muss mei­ne Ent­schei­dung blei­ben.

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