Strom­prei­se für Ver­brau­cher 2015 leicht ge­sun­ken

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - VON EVA QUADBECK

BER­LIN Der durch­schnitt­li­che Preis, den Ver­brau­cher für ei­ne Ki­lo­watt­stun­de Strom zah­len müs­sen, ist 2015 erst­mals seit zehn Jah­ren mi­ni­mal ge­sun­ken. Dies geht aus ei­ner Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf ei­ne klei­ne An­fra­ge der Grü­nen her­vor, die un­se­rer Re­dak­ti­on vor­liegt.

En­de ver­gan­ge­nen Jah­res wa­ren die Prei­se an der Strom­bör­se in Fol­ge ei­ner nied­ri­ge­ren Um­la­ge für die Er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en ge­sun­ken. Dies wur­de of­fen­bar in Tei­len an die Ver­brau­cher wei­ter­ge­ge­ben. Wäh­rend Ver­brau­cher 2014 im Durch­schnitt noch 29,53 Cent pro Ki­lo­watt­stun­de zahl­te, wa­ren es in die­sem Jahr 29,11 Cent, was ei­ner Ab­sen­kung um 1,4 Pro­zent ent­spricht. Im Zehn-Jah­res­ver­gleich sind die Strom­prei­se wei­ter­hin sehr hoch. So lag der Preis für ei­ne Ki­lo­watt­stun­de 2006 noch bei 18,93 Cent.

Aus Sicht der Grü­nen über­for­dern die ho­hen Strom­prei­se ins­be­son­de­re Hartz-IV-Emp­fän­ger. Die letz­te Be­rech­nung für den Re­gel­satz ha­be es 2010 ge­ge­ben. Doch al­lein zwi­schen 2010 und 2013 sei der Strom­preis für Ver­brau­cher um 25 Pro­zent ge­stie­gen, sag­te Wolf­gang Streng­mann-Kuhn, so­zi­al­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen-Frak­ti­on. „Für Hartz-IV-Be­zie­her muss es ei­ne ei­ge­ne Strom­kos­ten­pau­scha­le ge­ben, die jähr­lich an­ge­passt wird“, for­dert Streng­mann-Kuhn. Nur so könn­ten grö­ße­re Schwan­kun­gen beim Strom­preis aus­ge­gli­chen wer­den. Der Grü­nen-Po­li­ti­ker for­der­te zu­gleich, dass die An­schaf­fung gro­ßer Haus­halts­ge­rä­te aus dem Re­gel­satz wie­der her­aus­ge­nom­men und zur ein­ma­li­gen Leis­tung wer­de.

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