Wenn die Weih­nachts­fei­er zum Kar­rie­re­kil­ler wird

Der Ad­vent ist nicht nur ei­ne Zeit der Be­sin­nung, son­dern oft auch feucht-fröh­li­cher Par­tys im Kol­le­gen­kreis. Acht Tipps, wie Be­schäf­tig­te sich da­bei rich­tig ver­hal­ten und was sie lie­ber sein las­sen soll­ten, da­mit das bö­se Er­wa­chen am nächs­ten Mor­gen ausb

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - VON KA­TRIN HAAS UND MAXIMILIAN PLÜCK

DÜSSELDORF Für den be­rühm­tes­ten Fehl­tritt auf ei­ner Weih­nachts­fei­er zeich­net wohl Franz Be­cken­bau­er ver­ant­wort­lich. Der „Kai­ser“, so be­rich­te­ten es zahl­rei­che Me­di­en, ha­be beim be­sinn­li­chen Bei­sam­men­sein des FC Bay­ern München im Jahr 1999 zu sehr die Nä­he ei­ner frü­he­ren Se­kre­tä­rin ge­sucht. Das Er­geb­nis kam am 17. Au­gust des dar­auf­fol­gen­den Jah­res zur Welt: Sohn Jo­hann.

Auch wenn Be­cken­bau­ers Ge­schich­te eher Aus­nah­me denn Re­gel sein dürf­te, steht fest: Auf Fir­men­fes­ten bie­ten sich Fall­stri­cke, die gar zum Kar­rie­re-Aus füh­ren kön­nen. Tipps für ei­ne Fei­er oh­ne Reue: ver­rich­ten, darf der Be­schäf­tig­te mit Er­laub­nis des Chefs nach Hau­se ge­hen. Wer im Un­ter­neh­men noch auf­stei­gen will, ist je­doch gut be­ra­ten, zur Fei­er zu er­schei­nen. Wo sonst bie­tet sich die Ge­le­gen­heit, in un­ge­zwun­ge­ner At­mo­sphä­re die „Häupt­lin­ge“zu er­le­ben? Netz­wer­ken ist al­so aus­drück­lich er­wünscht. Am bes­ten ori­en­tiert man sich an dem an­ge­mes­se­nen Stil, den man auch im All­tag im Bü­ro trägt. „Der Rock soll­te nicht zu kurz, das De­kol­le­té nicht zu tief und das Kleid nicht zu eng sein“, sagt Andre­as Ro­se, Mo­de­be­ra­ter aus Frankfurt. „Trans­pa­ren­te Tops und Mo­tiv­kra­wat­ten blei­ben im Schrank.“ die Weih­nachts­fei­er ei­ne be­trieb­lich an­ge­setz­te Fei­er ähn­lich wie ein Be­triebs­aus­flug ist. Sie soll die Ver­bun­den­heit al­ler Mit­ar­bei­ter stär­ken und fällt da­her in de­ren Zu­stän­dig­keit. Gäs­te oder Ehe­part­ner, die mit­fei­ern, sind nicht ver­si­chert. Nur den Kol­le­gen das Du an­bie­ten, die man auch oh­ne Glüh­wein noch du­zen will. So er­spart sich der Be­schäf­tig­te pein­li­che Mo­men­te am nächs­ten Mor­gen. Oft kommt es zu­dem vor, dass der Chef be­seelt vom Wein aus hei­te­rem Him­mel selbst das Du an­bie­tet. Am Tag nach der Fei­er soll­te der Be­schäf­tig­te des­halb zu­nächst ab­war­ten und schau­en, ob sich der Vor­ge­setz­te noch an sein An­ge­bot vom Vor­abend er­in­nern kann. Wenn nicht, bleibt man beim Sie.

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