Nach­ha­ken

Rheinische Post Moenchengladbach - - MÖNCHENGLADBACH - Rolf Radt­ke Brei­te­stra­ße 97

Die Ver­ant­wort­li­chen han­deln un­rea­lis­tisch. Das Mit­leids­ge­fühl darf uns nicht die Au­gen ver­schlie­ßen vor ei­ner mach­ba­ren zu­kunfts­ge­rich­te­ten Hand­lung. Zel­te oder Pa­vil­lons zu bau­en, reicht nicht. Die Men­schen müs­sen wie Men­schen le­ben. Das Ge­schenk, das uns die Bri­ten mit ih­ren Häu­sern an der Li­li­ent­hal­stra­ße hin­ter­las­sen ha­ben, soll­ten wir sinn­voll nut­zen. In­di­vi­dua­li­tät und In­tim­sphä­re sind dort eher zu ge­währ­leis­ten als in Turn-, Mes­se- oder Fa­b­rik­hal­len. Die Her­rich­tung die­ser Häu­ser dürf­te men­schen­wür­di­ger und güns­ti­ger sein als der Bau von ge­son­der­ten Bau­ten wie an der Krall’schen Wie­se. Zieht man in Be­tracht, dass un­ter den Flücht­lin­gen hand­werk­lich Be­gab­te oder Fä­hi­ge sind, kön­nen sie ei­nen Teil der Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten in Ei­gen­re­gie durch­füh­ren. Das we­sent­li­che Pro­blem liegt aber ähn­lich wie beim JHQ beim Ei­gen­tü­mer. Hier ist die Stadt ge­for­dert, zu boh­ren und nach­zu­ha­ken.

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