Kei­ne Pan­ne mit der Tan­ne

Zum Weih­nachts-Shop­ping ge­hört für die meis­ten Men­schen auch der Kauf ei­nes Bau­mes. Da­bei gilt das Sau­er­land als Deutsch­lands Tan­nen-Hoch­burg. Doch wel­che Sor­te soll es sein, wann kauft man ihn, und wie hält er mög­lichst lan­ge?

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

No­bi­lis­tan­nen ver­lie­ren die Na­deln bei gu­ter Pfle­ge qua­si gar nicht. Ide­al al­so für Kin­der, die ger­ne mal am Baum rum­fuch­teln. Den

Nach­wuchs stört es auch nicht, dass die Tan­ne nicht ganz so ge­ra­de ge­wach­sen ist wie die Nord­mann­tan­ne. Da­für ver­brei­tet

sie ei­nen in­ten­si­ven Ge­ruch. sein. Ho­he Tem­pe­ra­tu­ren und nied­ri­ge Luft­feuch­tig­keit sind hier für den Baum schäd­lich“, sagt Köh­ler. Des­halb la­gert man den Baum am bes­ten drau­ßen im Schat­ten und stellt den Stamm­fuß in ei­nen was­ser­ge­füll­ten Be­häl­ter. Zu­vor soll­te der Stamm noch dünn an­ge­schnit­ten wer­den. Was darf der Baum kos­ten? Zu­letzt wa­ren die Prei­se re­la­tiv sta­bil, sagt Köh­ler. Laut dem Bun­des­ver­band der Weih­nachts­bau­mer­zeu­ger kos­tet der Me­ter Nord­mann­tan­ne dem­nach zwi­schen 20 und 23 Eu­ro, der Me­ter Blau­fich­te zwi­schen elf und 14 Eu­ro. Güns­ti­ger hin­ge­gen wird es bei der Rot­fich­te: sie­ben bis neun Eu­ro zahlt man pro Me­ter. Ist der Baum frisch? Leicht zu er­ken­nen ist das an der Schnitt­stel­le: Ist sie hell, ist al­les okay; ist sie grau, hat der Baum schon län­ger ge­le­gen. Meist sind lan­ge Trans­port­we­ge der Grund. Au­ßer­dem soll­ten die Na­deln nicht ste­chen, auch das ist ein An­zei­chen da­für, dass der Baum nicht mehr ganz frisch ist. Da­mit er lan­ge grün bleibt und nicht na­delt, soll­te er drin­nen – wenn mög­lich – in ei­nem mit Was­ser be­füll­ba­ren Stän­der ste­hen. Zu­min­dest soll­te man ihn re­gel­mä­ßig mit Was­ser be- sprü­hen. Auch soll­te er weit weg ste­hen von der Hei­zung oder an­de­ren Wär­me­quel­len. Wann stel­le ich den Baum auf? Die ei­nen grei­fen be­reits An­fang De­zem­ber zum Baum, die an­de­ren stel­len ihn am 23. De­zem­ber auf, da­mit sich die Äs­te aus­hän­gen. Doch man soll­te be­den­ken: Je eher man ei­nen Baum auf­stellt, des­to frü­her na­delt er auch. Wo­hin mit dem Baum nach Weih­nach­ten? Beim Leih-Baum von „Hap­py Tree“in Düsseldorf stellt sich die­se Fra­ge nicht – die Tan­ne wird nach den Fei­er­ta­gen wie­der ab­ge­holt und er­holt sich dann in ei­ner Baum­schu­le in der Nä­he. Wer sei­nen ge­kauf­ten Baum mit Wur­zel­bal­len nach Weih­nach­ten in den Gar­ten pflan­zen möch­te, wird meist ent­täuscht: Die Tan­nen wach­sen nach dem Um­sie­deln aus der war­men Woh­nung in den kal­ten Gar­ten meist nicht wie­der an. In den meis­ten Städ­ten wer­den die Bäu­me An­fang Ja­nu­ar kos­ten­frei ein­ge­sam­melt. Man­cher­orts wer­den sie in Zoos und Tier­parks an Ele­fan­ten oder Re­he ver­füt­tert. Das geht aber nicht mit al­len Bäu­men, da Me­tall­tei­le die Tie­re ge­fähr­den kön­nen. Al­so bes­ser im Tier­park an­ru­fen.

TEX­TE: KUSCHNIK FOTOS: DPA (5) GRAFIK: RADOWSKI

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