INTERVIEW JU­LI­AN KORB „Wir ha­ben uns bei den Geg­nern Re­spekt er­spielt“

Bo­rus­si­as Au­ßen­bahn­spie­ler spricht über das Aus von Man­ches­ter, das Leverkusen-Spiel und sei­ne neue Rol­le.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - KARS­TEN KELLERMANN SPRACH IN MAN­CHES­TER MIT JU­LI­AN KORB

Herr Korb, Glück­wunsch zum ers­ten Cham­pi­ons-Le­ague-Tor. Al­ler­dings dürf­te es Ih­nen et­was bit­ter auf­sto­ßen, weil Bo­rus­sia aus dem Eu­ro­pa­po­kal aus­ge­schie­den ist. KORB Erst mal dan­ke. Na­tür­lich hät­te ich das Tor gern ein­ge­tauscht ge­gen den Ver­bleib in der Eu­ro­pa Le­ague. Es ist sehr bit­ter, wie es ge­lau­fen ist. in der ers­ten Halb­zeit ha­ben wir sehr gu­ten Fuß­ball ge­spielt und uns im­mer wie­der von hin­ten bis vor das Tor des Geg­ners her­aus­ge­spielt. In der zwei­ten Halb­zeit ha­ben wir das nicht mehr ge­schafft. So wur­de der Druck von Man­ches­ter im­mer grö­ßer. Ganz un­ver­ständ­lich ist das bei so ei­ner gu­ten Mann­schaft si­cher nicht, aber so, wie es ge­lau­fen ist, tut es schon weh. Wir ha­ben das Er­geb­nis noch re­la­tiv lan­ge ge­hal­ten. Aber als dann das 2:2 fiel und wir ge­hört ha­ben, dass es in Se­vil­la 1:0 steht, woll­ten wir noch mal Im­pul­se nach vorn set­zen. Aber dann fiel gleich das 3:2, und dann war es lei­der vor­bei. War es die Qua­li­tät von „Ci­ty“oder Bo­rus­sia Un­er­fah­ren­heit, die letzt­lich den Aus­schlag gab? KORB Viel­leicht ein Mix aus bei­dem. Ins­ge­samt ha­ben wir uns in die­ser Cham­pi­ons-Le­ague-Sai­son recht gut prä­sen­tiert. Wir hät­ten deut­lich mehr Punk­te ho­len kön­nen, als wir jetzt ha­ben. Vom Auf­wand her und wie wir ge­spielt ha­ben, stimm­te die Re­la­ti­on nicht. Da­her ist es be­son­ders är­ger­lich, dass wir raus sind. Wir ha­ben uns aber si­cher bei den Geg­nern Re­spekt er­spielt. Ich glau­be, vor­her kann­ten sie uns nicht wirk­lich. Wir woll­ten uns so gut wie mög­lich prä­sen­tie­ren. Ich den­ke, das ist uns ge­lun­gen, auch wenn wir nur Vier­ter ge­wor­den sind. Be­fürch­ten Sie ei­nen Rück­schlag für die Li­ga? KORB Na­tür­lich sind wir ent­täuscht, aber das dür­fen wir auch sein. Dann gilt es aber, die Köp­fe frei zu krie­gen und den Blick auf Leverkusen zu rich­ten. Wir neh­men es an, wie es ist. Wie groß ist die Wahr­schein­lich­keit, in der neu­en Sai­son wie­der in der Cham­pi­ons Le­ague da­bei zu sein? KORB Wir sind mo­men­tan Drit­ter, wir ver­su­chen am En­de so weit wie mög­lich oben zu lan­den. Wenn wir es schaf­fen, so zu spie­len wie in den ver­gan­ge­nen Spie­len, dann ist es auf je­den Fall rea­lis­tisch, das zu schaf- fen. Lust ha­ben wir dar­auf auf je­den Fall. Es hat Spaß ge­macht in die­ser Sai­son. Sie selbst hat­ten in Man­ches­ter ei­ne neue Rol­le: Sie wa­ren so­zu­sa­gen der Fa­bi­an John­son auf rechts, ein Au­ßen­ver­tei­di­ger, der wei­ter vorn spielt. Bit­te er­klä­ren Sie die­se Rol­le. KORB Wir Au­ßen­ver­tei­di­ger ha­ben ja schon ge­gen die Bay­ern wei­ter vorn ge­spielt. Ich ha­be im­mer ge­sagt. dass ich je­de Rol­le, die der Trai­ner mit gibt, so gut wie mög­lich um­set­zen will. Nun war es ei­nen Tick of­fen­si­ver. Im Hin­spiel ge­gen Man­ches­ter ha­ben Sie ein Tor ein­ge­lei­tet, zu­letzt auch beim 3:3 ge­gen die Bay­ern. Und jetzt ha­ben Sie ge­trof­fen. Sie hat­ten vor der Sai­son an­ge­kün­digt, of­fen­siv mehr zu ma­chen – kommt Ih­nen da­bei der An­satz von Trai­ner An­dré Schu­bert ent­ge­gen? KORB Es macht na­tür­lich mehr Spaß, wenn man mehr am Spiel nach vorn be­tei­ligt ist. Ich den­ke schon, dass es mir zu­gu­te kommt. Sind Sie jetzt Kon­kur­rent der Flü­gel­spie­ler oder ist Ni­co El­ve­di, der in Man­ches­ter Ih­ren an­ge­stamm­ten Job mach­te, Ihr Kon­kur­rent? KORB (grinst) Ich den­ke, das ist schwer zu sa­gen. Ich ver­su­che ein­fach mei­nen Job gut zu ma­chen. Und wer da von wem der Kon­kur­rent ist, ist egal. Wir sind ein Team und ha­ben vie­le Ver­letz­te. So kön­nen wir so­wie­so nur we­nig wech­seln. Dann noch über Kon­kur­renz­kampf zu spre­chen, wä­re ver­mes­sen. Wir müs­sen ein­fach zu­sam­men­hal­ten und zu­sam­men­ar­bei­ten. Das ha­ben wir in den letz­ten Wo­chen sehr gut hin­be­kom­men.

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