Sys­tem prü­fen

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE -

Mich ver­wun­dert im­mer wie­der, wie wir Abitu­ri­en­ten der 60er Jah­re mit so viel „Dumm­heit“bis heu­te über­le­ben konn­ten. Wäh­rend heu­te die Ein­ser-Abitu­ri­en­ten in die Tau­sen­de ge­hen, gab es un­ter uns kei­nen ein­zi­gen, der in all den (Pflicht)Fä­chern Deutsch, Latein, Fran­zö­sisch, Eng­lisch, Ma­the­ma­tik, Erd­kun­de, Ge­schich­te, Phy­sik, Mu­sik und Kunst nur „sehr gut“hat­te. Oder liegt es viel­leicht dar­an, dass heu­te die An­for­de­run­gen so weit zu­rück­ge­schraubt wur­den, dass zu­min­dest nach den Zen­su­ren in den Rei­fe­zeug­nis­sen mas­sen­haft „Eli­te­schü­ler“ins (Be­rufs)-Le­ben ent­las­sen wer­den? Glaubt man den Uni­ver­si­tä­ten, soll es Stu­den­ten ge­ben, die nicht in der La­ge sind, ei­nen an­spruchs­vol­le­ren Text zu er- bzw. schrift­lich zu­sam­men­zu­fas­sen, ganz zu schwei­gen von der Recht­schrei­bung und In­ter­punk­ti­on. Si­cher gibt es auch heu­te viel­sei­tig be­gab­te Schü­ler, aber bei der Beur­tei­lung der Leis­tun­gen soll­te man das Sys­tem mal über­prü­fen. Ro­man Heu­er per Mail

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